Wahlprogramm JL

Ich werde Ihre Anregungen gerne der Reihe nach beantworten: *Strukturelle Senkung der Ausgaben im Verwaltungshaushalt: Unter Punkt 12 werden Sie sehen, dass wir künftig nur noch städtische Fahrzeuge mit E-Motor beschaffen möchten. Dadurch können dauerhaft die Verbrauchs- und Betriebskosten gesenkt werden. Außerdem möchten wir den Verwaltungsapparat effizient gestalten. Als Beispiel hierfür empfehle ich Ihnen Punkt 9 unseres Programms, in dem wir unter anderem ein Kulturamt fordern, um diesen Bereich effizienter zu gestalten. Auch der Ausbau des sog. eGovernment (Punkt 4) wird langfristig die Kosten senken. *Unter nachhaltigen Investitionen verstehen wir Investitionen, die zwar anfänglich mehr Geld kosten, sich aber auf lange Zeit dennoch lohnen. Auch hier kann ich auf das oben genannte Beispiel verweisen: Ein E-Auto kostet zwar anfänglich ein wenig mehr Geld, lohnt sich aber auf lange Zeit gesehen. Genauso sieht es bei den Immobilien aus: Man muss darauf achten, einen möglichst hohen Grad an Energieeffizienz zu erreichen, auch wenn dies anfänglich ein wenig teurer ist. *Zum Thema Schuldenabbau kann ich Ihnen mitteilen, dass wir künftig darauf achten wollen, nur wirklich notwendige Investitionen zu tätigen. Durch die Streichung von wenig sinnvollen Projekten kann hier durchaus Luft zur Schuldentilgung geschaffen werden. Als Beispiel kann ich hier das Stadttheater nennen, für das eine möglichst günstige Lösung gefunden werden muss. *Das Problem der Spekulation sehen wir auch im Bereich von Gewerbeland. Ohnehin ist dies nur eine reine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass künftig Flächen in Landshut knapp werden sollten. *Attraktive Rahmenbedingungen für Fachkräfte: Stichwort „weiche Standortfaktoren“. Hierzu verweise ich Sie auf Punkt 11 unseres Programms. *Aktive Ansiedlung von Unternehmen: Die Stadt hat zwar bereits eine ein Amt für Wirtschaft, allerdings kann dies unserer Meinung nach noch ausgebaut werden, etwa durch eine engere Zusammenarbeit mit der Baubehörde, um Ansiedlungen bzw. den Neubau von Betriebstätten für Unternehmen möglichst schnell und einfach zu gestalten. *Die Verkehrsbetriebe schreiben jährlich ein Minus. Man muss sich daher Gedanken machen, wie man das Minus geringer gestalten kann. Das heißt konkret: Taktungen anpassen. Des Weiteren möchten wir aber auch mit den drei angrenzenden Gemeinden sprechen, ob es nicht sinnvoll wäre, in dem Bereich ÖPNV finanziell zusammenzuarbeiten. Denn auch die Ergolding, Altdorf und Kumhausen profitieren von unseren Verkehrsbetrieben. *Die von Ihnen angesprochenen Punkte vertragen sich sehr wohl mit der oben genannten Forderung: Zum Thema Nachwuchs in der Vereinsarbeit haben wir bereits einen sehr konkreten Vorschlag gemacht: Wenn in Landshut Mieten für Turnhallen eingeführt werden, wollen wir die Mieten am Nachmittag geringer halten als am Abend, da sich zu dieser Zeit hauptsächlich Jugendliche in den Turnhallen aufhalten. Ein Indoor Spielplatz wäre nicht in städtischer Regie zu führen, sondern es wäre wie in Erding von einem privaten Investor zu tragen (http://www.erdino.de/). Zum Ausbau des Spielplatzes in Mitterwöhr kann ich Ihnen mitteilen, dass dies nicht den Verwaltungs- sondern den Vermögenshaushalt belasten würde. Hier haben Sie wohl leider zwei kommunalrechtliche Fachbegriffe durcheinander gebracht. Sollten Sie zur kommunalen Haushaltsführung genauere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. *Der Betriebswirt in Landshut wird zwar von der IHK angeboten, doch wäre es aus unserer Sicht wünschenswert auch einige Alternativen vorfinden zu können, etwa von privaten Trägern. So gibt es in München beispielsweise die „Akademie Handel e.V.“. Sollten Sie also weitere Fragen zu unserem eigentlich doch recht übersichtlich und einfach gestaltetem Wahlprogramm haben, können Sie sich jederzeit gerne via PN an die JL wenden. - gez. Benedikt Haseneder