Bei den Landwirten hier, steht jeweils schon die nächste Generation in den Startlöchern, alle wollen die Betriebe weiterführen. Dies würde nicht geschehen, wenn es den jetzigen Landwirten schlecht ginge. Sie können ja wohl nicht von der Hand weisen, dass die größten Verfechter dieses Schutzgebietes direkt neben dem geplanten Bebauungsgebiet liegen. Außerdem, wenn man dem Flächennutzungsplan der Stadt glauben schenken darf, war dies seit jeher zur Bebauung frei gegeben und liegt auch nicht im geplanten Landschaftsschutzgebiet. Grundsätzlich ist es ja so, dass in einem Landschaftsschutzgebiet nicht viel Inhalt steht, jedoch verweist jede Satzung auf das Naturschutzgesetz. Wird das geändert, nimmt das auch Einfluss auf alle Landschaftsschutzgebiete. Eine ähnliche Situation haben die Landwirte bei den FFH, Natura 2000 und Vogelschutzgebieten erfahren müssen. Hier wurde den Landwirten suggeriert, dass das keine Auswirkungen auf die Bewirtschaftung der Flächen hat. Zum Glück konnte der Bauernverband bei der EU-Kommission in letzter Minute verhindern, dass alle Pflanzenschutzmaßnahmen in diesen Gebieten untersagt werden. Diese Gefahr droht nun den Landwirten in den Landschaftsschutzgebieten. Alternative zu einem Schutzgebiet wäre eine Bauleitplanung mit der Widmung der Flächen zur Agrarnutzung. Diese hätte dieselben Hürden wie ein Landschaftsschutzgebiet und könnte eine weitere Bebauung verhindern. Kein Landwirt hat Interesse an einer Siedlung neben seinem Stall, die seine Arbeiten doch stark beeinträchtigen. - gez. Alexandra Ecker

