Als langjähriger Kreisrat muss ich schon mal zu dem Geschreibsel von Frau Habereder Stellung nehmen. Das klingt so, als suche die junge CSU-Liste die Zusammenarbeit mit dem Landkreis in Sachen Krankenhäuser vor allem, um dem Klinikum aus der pekuniären Klemme zu helfen. Was für eine Milchmädchenrechnung! Und was für eine Hybris! Da soll die junge Dame doch mal aufzählen, wer im Landkreis derzeit großes Interesse daran hat, „die finanziell eher schlechte Lage des Klinikums“ über den Landkreishaushalt auszugleichen. Ich kenne da niemanden. Vor 12 Jahren haben die Grünen im Stadtrat und im Kreistag Landshut gleichlautende Anträge eingebracht, die Zusammenarbeit zwischen LAKUMED und Klinikum GmbH bis hin zur Fusion in die Wege zu leiten. Beide Anträge sind bis heute geltende Beschlusslage. Versuche, die Beschlüsse umzusetzen, sind dokumentiert. Es hat halt nicht geklappt. Man kann das aber sofort wieder aufgreifen. Ein grundsätzliches Problem ist, dass der Kreistag über LAKUMED an einer flächendeckenden Krankenhausversorgung mit Kliniken in Rottenburg und Vilsbiburg fest hält. Das ist bei den meisten Stadt-Landshutern noch nicht angekommen. So auch bei Fräulein Habereder, die von einem „Landkreis Krankenhaus“ spricht. Ich empfehle allen, die hier über eine Zusammenlegung der Krankenhäuser schreiben, sich mal mit dem Ist-Zustand zu befassen. Und ich bezweifle, dass der Landkreis derzeit das Klinikum der Stadt auch nur für den einen einzigen symbolischen Euro kaufen würde. - gez. Michael Vogt, Kreisrat Bündnis 90/Die Grünen

