Und wieder einmal wird die Latte gerissen - um mehr als 11.000.000 €. Die der Steuerbürger bezahlen muss, gleichgültig, ob die Stadt oder der Kreis "aus eigenen Mitteln" oder der Freistaat "aus Fördermitteln" - diese Gebietskörperschaften finanzieren sich aussschließlich aus den Steuergeldern, die die Bürger dieses Landes erst einmal verdienen müssen. Und so ist es gut, dass die beiden FDP-Leute Hoffmann und von Gumppenberg die Frage nach dem Warum stellen und Protest anmelden. Nur geht das meiner Ansicht bei weitem nicht weit genug. Ich würde in einer solchen Sitzung gerne drei Fragen geklärt sehen: 1. Woran lag diese für einen privaten Bauherrn ruinösen Baukostenüberschreitung? 2. Was genau lernen Stadt und Kreis aus dieser Episode? 3. Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um solche Baukostenüberschreitungen in der Zukunft zu verhindern? Ohne Klärung dieser drei Fragen wird auch der berechtigte und angebrachte Protest der FDP nur ein Donnerwetter bleiben, das bei den Verantwortlichen (konkret: den Planern und Steuerern dieser beiden Bauprojekte) rasch vergessen sein wird. Und ich bin sicher, dass der verantwortungsvolle Bürger, der in Bälde um seine Stimme gebeten wird, eine klare Ansage in der Angelegenheit überbordender Ausgaben von Stadt und Kreis bei der Frage, wo er auf dem Wahlzettel seine Kreuzchen machen soll, zu würdigen weiß. - gez. Thomas Stauffert

