Sehr geehrter Herr Steinberger, Sie haben durchaus recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass ein großer Anteil des Verkehrs an den neuralgischen Punkten von Landshut durch Ziel- und Quellverkehr verursacht wird. Allerdings wäre die entlastende Wirkung der B15n erheblich. Fragen sie Ihre Parteikollegin, Frau Fischer, die der Bauausschussitzung letzten Freitag beiwohnte (ich habe mir die Sitzung als Besucher angehört). Endet die B15neu in Essenbach erhöht sich der Verkehr in der Konrad Adenauer Straße um ca. 5.200 Fahrzeuge - in der Wittstraße um 6.600 Fahrzeuge täglich. Diese Steigerungsraten (bis zu 20%) sind in diesen Straßenzügen nicht mehr aufnehmbar. Ab dem Zeitpunkt, zu dem die B15n Geisenhausen erreicht hätte, wäre die Entlastungswirkung sehr groß ( - 10.000 Fahrzeuge an beiden Stellen). Beim Quell- und Zielverkehr ist das Problem, dass das zum großen Teil kein "innerstädtischer Verkehr" ist. Bis zu 30.000 Landkreisbürger fahren von außen in die Stadt um hier zuarbeiten - nahezu gleich viele Menschen fahren täglich von Landshut zu ihren außerhalb liegenden Arbeitsplätzen. Die Wohnorte und Arbeitsstellen dieser Menschen sind i.d.R. so dezentral verstreut, dass der Großteil dieser Pendler nicht mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad fahren kann. Frau Fischer hat im Bauauschuss wieder vom tollen ÖPNV in Freiburg geschwärmt und erwähnte u.a., dass ihr Sohn mittlerweile ganz auf sein Auto verzichtet. Allerdings lebt der in Berlin. Landshut ist keine Großstadt und in der Gesamtregion werden die Menschen auch langfristig auf ihre Autos angewiesen sein, um ihre Arbeitsplätze zu erreichen. Freundliche Grüße Alexander Putz

