Sehr geehrter Herr Putz, eines muss erst einmal richtig gestellt werden: der Freistaat Bayern hat ca. 400 Verkehrsprojekte beim Bund angemeldet, was völlig unfinanzierbar ist. Die Einstufung erfolgt durch das Verkehrsministerium, nicht durch den Freistaat. Und da spielen mehrere Kriterien eine Rolle. Eines davon ist das Nutzen-Kosten-Verhältnis, NKV, das bei zusätzlichen Spuren durchaus die Größe von 25 und mehr annehmen kann. Das NKV für die B 15n beträgt etwas mehr als 3. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass dieser Rechnung zugrunde liegt, dass am Tag über 30.000 Fahrzeuge diese Straße benutzen. Mit einer mautfreien B 15, die dann parallel verlaufen wird, sind diese Zahlen recht unrealistisch. Noch dazu, wenn man weiß, dass auf der jetzigen B15 im Durchschnitt weniger als 10.000 Fahrzeuge unterwegs sind. Zu den Umgehungsstraßen: tatsächlich machen viele Umgehungsstraßen keinen Sinn, weil der Ziel- und Quellverkehr unterschätzt wird. Eine Straße sollte man erst dann bauen, wenn man auch weiß, dass sie ihren Zweck erfüllt. Dann sind auch wir Grüne durchaus dafür. - Viele Grüße, Rosi Steinberger

