Ideologie heißt Ideenlehre

Mich stört es nicht, wenn jemand eine Meinungsäußerung von mir als Ideologie bezeichnet. Ideologie heißt soviel wie Ideenlehre. Ideen zu haben sowie Ideen zu verbreiten um den Diskurs anzuregen, ist nicht nur gut und löblich, sondern für Parteien auch Pflicht. Sie sollen an der politischen Willensbildung mitwirken und bekommen dafür Geld vom Staat. Die grüne Ideenlehre findet hierbei immer mehr Zustimmung im Gegensatz zu einer anderen Ideologie, dem Liberalismus. Zur grünen Ideenlehre gehört es, unser aller natürliche Lebensgrundlagen zu schützen. Die Bewahrung der Schöpfung, wenn man so will. Würde man das Denkmuster von Herrn Putz aufgreifen, dann wäre grünes Handeln von einer „Verantwortungsethik“ geprägt. Nehmen wir das Beispiel B15neu. Welche Folgen hätte der Weiterbau von Essenbach nach Süden? Flächenfraß, Landschaftszerstörung, eine Schneise aus Lärm, Dreck und Gestank durch den südlichen Landkreis, Wertminderung vieler Häuser, Enteignungen und ein Absinken der Lebensqualität für viele Menschen. Diesen Preis halten wir für die maximal 5.500 Fahrzeuge im weiträumigen Durchgangsverkehr für zu hoch. Wir fordern alternative Lösungen (über Varianten nachdenken). Uns gegenüber stehen aber die von Herrn Putz so bezeichneten „Gesinnungsethiker“, die genau wissen was richtig ist: Dass die Autobahn gebaut werden MUSS. Um jeden Preis. Dabei hat der Umdenkprozess schon begonnen. In Ebersberg und Rosenheim plant man den Ausbau der alten Trasse mit Ortsumgehungen. - gez. Michael Vogt, Kreisrat, Bündnis 90/Die Grünen