Lieber Herr Stauffert, mein Kommentar „Gelbe Ideenleere“ war an einen Diskutanten gerichtet, den ich implizit einer bestimmten Partei zugeordnet hatte. Im Nachhinein bedaure ich das, vor allen nach seinem letzten versöhnlichem Schreiben. In meiner Antwort auf die “Grüne Ideenlehre“ habe ich vom Dosenpfand bis zur Plastiktüte Themen aus diesem Leserbrief aufgegriffen und die Ökosteuer hinzugefügt. Und dann habe ich dazu bemerkt, dass „aus Mangel an besseren Ideen“ all das noch Gültigkeit hat, was die Grünen dazu (während der rot-grünen Regierungszeit) eingeführt hatten. Daraus machen Sie: Ich halte es für angezeigt, grüne Gesetze zu ändern. Ich habe Ihnen geantwortet, „dass ich die grünen Gesetze für die besseren Ideen halte“ und Sie machen daraus, dass ich „Kritik an eigenen Positionen“ üben würde. Entweder ist Ihre Auffassungsgabe eingeschränkt oder Sie verdrehen meine Aussagen absichtlich, um mich als unglaubwürdig hin zu stellen und mich dann mit haltlosen Anschuldigungen (Volksverdummung, Agitprop) zu besudeln. Die Schreiben, die Sie hier an mich richten, lassen das vermuten. Sie strotzen vor Unterstellungen (ich ignoriere, vergesse, verschweige, verdränge). Das zeigt, dass Sie keine sachliche Auseinandersetzung suchen, sondern nur Ihre Wut auf die Grünen los werden wollen. Dabei gehen Sie allerdings zu weit wenn Sie schreiben: „warum sollte man dann jetzt ausgerechnet Grün wählen? So verdummt, wie Sie glauben, sind die Bürger noch nicht. Zumindest nicht alle.“ Was heißt „zumindest nicht alle“? Ich lese daraus, dass ihrer Meinung nach Bürger “verdummt“ sind, wenn sie die Grünen wählen. So eine Entgleisung hat sich hier noch niemand erlaubt. - gez. Michael Vogt, Aham

