Genpolitik

Neulich habe ich mir erlaubt, an dieser Stelle das ziemlich neue Buch vom "Irrweg Bioökonomie" zu erwähnen. Diesem Werk lässt sich entnehmen, dass es egal ist, was der Abgeordnete denkt und wie er abstimmt. Mehrere Bundesregierungen haben nacheinander dafür gesorgt, dass sämtliche Fachbeiräte für die und in den zuständigen Ministerien mit Lobbyisten aus der Pharma-, Nahrungsmittel- und Genforschungs-Branche etc. vollgepackt sind. Ähnlich sieht es bei den Behörden auf europäischer Ebene aus. Konfliktfälle wie den gegenwärtigen sitzt man einfach aus, in ein paar Monaten werden längst andere Säue durchs Dorf getrieben, und so weiter. 80 Prozent der Europäer sind gegen diesen unerprobten Wahnsinn, schrieb hier einer meiner Vorredner. Macht nix, sagen die Lobbyisten und die mit ihnen verbündeten Berufspolitikaster, das schaukeln wir schon! Und kriegen genau das, was wir wollen! (Da fragt sich der Bürger: Warum wohl??? Wenn sich doch der einfache Abgeordnete allerorten mit starken Worten öffentlich dagegen ausspricht??? Und was denkt eigentlich da der ach so typische moderne Landwirt mit seinem bäuerlichen Familienbetrieb? Wird's für das Zeug am Ende vielleicht doch hübsche Subventionen setzen???) - gez. Ludwig Spitzner