Sehr geehrter Herr Breidenbach, waren Sie in den letzten Jahren ab und zu bei einer Plenarsitzung im Stadtrat dabei oder haben das eine oder andere Abstimmungsergebnis in der Zeitung mitverfolgt? Dann müssten Sie die Mechanismen der Demokratie kennen, dass nämlich jeweils die Mehrheit entscheidet. Daher tut sich eine Minderheit natürlich schwerer, ihre Ziele durchzusetzen. Dieses Problem hatten die Grünen damals im Bundestag in der Regierungskoalition mit einer zahlenmäßig wesentlich stärkeren SPD, und auch im Landshuter Stadtrat müssen Sie sich oft gegen eine Übermacht der anderen Parteien behaupten. Was Sie als Mitwirkung der Grünen "an den Ängsten und Problemen" im Osten bezeichnen, kann ich nicht nachvollziehen. Dass keine Partei eine Patentlösung aus dem Hut zaubern kann, ist wohl auch klar, aber man muss versuchen, vor Ort nach Lösungen zu suchen. Eine B 15 neu, so sie jemals gebaut wird, würde dem Osten jedenfalls gar nichts nützen! Sehr wichtig wäre dagegen ein starker ÖPNV, und dass es diesen in Landshut nicht gibt, werfen Sie ausgerechnet den Grünen vor? Es waren die CSU bzw. jetzt LM-Stadträte, die die Stadtwerke zu Einsparungen beim Busverkehr regelrecht gezwungen und ihn dadurch noch unattraktiver gemacht haben, natürlich gegen die Stimmen der Grünen. Es wäre wirklich wichtig, die Entscheidungen im Stadtrat genau zu verfolgen, bevor man pauschal alle Stadträte verdammt. Lesen Sie das grüne Parteiprogramm, in dem der ÖPNV eine zentrale Rolle spielt ( vegetarisches Essen dagegen ist absolut kein Thema!). Natürlich können die Ziele nur mit zahlenmäßig starken Grünen auch umgesetzt werden, aber das hat der Wähler in der Hand, deshalb sollte er sich vor der Wahl auch gründlich informieren. Mit freundlichen Grüßen Gudrun Arnold

