Sehr geehrter Herr Zehntner, selbstverständlich werden die Landshuter Straßen auch erheblich vom Ziel- und Quellverkehr beansprucht. Was die Gegner der B15neu aber dabei gerne unerwähnt lassen, ist die Tatsache, dass ein großer Anteil dieses Ziel- und Quellverkehrs eben nicht aus Kurzstreckenfahrten innerhalb der Stadt besteht, sondern vor allem durch die Menschen verursacht wird, die werktags aus dem Landkreis in die Stadt fahren (und umgekehrt). Das sind bis zu 30.000 Bürgerinnen und Bürger. Durch die B15neu wird der Durchgangsverkehr komplett wegfallen und ein Teil des Ziel- und Quellverkehrs im Stadtosten umgelenkt. Das Kurzak-Gutachten hat bspw. folgenden interessanten Effekt ermittelt: Wenn die B15neu lediglich bis zur LA14, also über die Isar, verlängert wird, steigt der tägliche Durchschnittsverkehr an der Ausfahrt auf der LA14 um ca. 10.000 Fahrzeuge. Von diesem "Mehrverkehr" kommt aber am Kaserneneck statistisch betrachtet nichts mehr an. Das liegt daran, dass diese Fahrzeuge direkt von und nach Auloh, zur Hochschule, zur Messe und den dort befindlichen Gewerbegebieten oder nach Schweinbach, Adlkofen etc. fahren. Gleichzeitig wird die Konrad Adenauer Straße erheblich entlastet. Sowohl den Menschen, die dort täglich im Stau stehen, als auch den Anwohnern ist es letztendlich egal, was den Verkehrsinfarkt verursacht und sie werden dankbar über jede wirksame Entlastung sein. Freundliche Grüße, Alexander Putz

