
Am Samstag treten die Roten Raben bei NawaRo Straubing an. Eine, die eine wichtige Rolle dabei spielen kann, heißt Alayna Crabtree. - Foto: Hermann Boxleitner
Vilsbiburg - pm (03.02.2026) Als Alayna Crabtree das erste Mal in Vilsbiburg ankam, war sie überrascht; angenehm überrascht. Die niederbayerische Kleinstadt war ganz nach ihrem Geschmack. Die 24-Jährige kommt ebenfalls aus einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Chicago und genießt es, quasi in eine vertraute Umgebung gekommen zu sein. Schließlich ist es das erste Mal, dass die amerikanische Außenangreiferin im Ausland aktiv geworden ist.
Zudem habe sie ein Telefonat mit Crystal Burk (beide haben den gleichen Agenten) bestärkt, zu den Roten Raben zu kommen. Und sie habe ihre Entscheidung bis jetzt noch nicht bereuen müssen. Im Gegenteil: sie schwärmt nicht nur von Vilsbiburg, sondern auch von ihrem neuen Verein in den höchsten Tönen. Aktuell fiebert sie bereits dem Niederbayernderby gegen NawaRo Straubing entgegen. Eine Begegnung, die einen besonderen Reiz hat, und wo sie am liebsten ebenfalls drei Punkkte mitnehmen möchte.
Beim Volleyball kann Alayna Crabtree ihre Power aufs Feld bringen
Dabei hat sie auch die volle Unterstützung ihrer Eltern Jenna und Bryan Crabtree, die sie während der Weihnachtstage in Vilsbiburg besucht hatten und angetan von Stadt und Verein waren, wie die 1,84 Meter große Alayna mit leuchtenden Augen berichtete. Beide haben Basketball gespielt und ihr Vater Bryan war als Profi unter anderem in Tschechien, drei Jahre in Portugal, aber auch eine Saison bei den Baskets Bayreuth (1998/99) aktiv. Alayna hat zwei jüngere Schwestern, von denen eine ebenfalls Volleyball spielt, die andere ist als Leichtathletin aktiv.
Mit etwa elf Jahren hat die ruhige und sympathische Alayna Crabtree mit dem Volleyball spielen angefangen. Freunde hatten sie dazu gebracht. Nachdem sie zahlreiche Sportarten aufprobiert habe, habe sie sich schließlich fürs Volleyball entschieden, weil sie dort ihre Power am besten aufs Feld bringen kann, ist sie überzeugt. „Ich liebe es, den Ball hart zu schlagen“, meint die Raben-Außenangreiferin, der man so eine martialische Aussage gar nicht zutrauen würde. Sie wirkt eher ruhig und kontrolliert. Doch gerade ihre Schlagkraft und ihre Abschlaghöhe haben Raben-Trainer Guillermo Gallardo zu der Verpflichtung der Amerikanerin bewogen.
Bevor sie im August zu den Roten Raben wechselte, hat Alayna bei den Broncos der Santa Clara University in Kalifornien gespielt und wurde dort 2024 in das „Catholic Challenge All-Tournament Team“ berufen. Zuvor war sie vier Jahre am Boston College aktiv und hat mittlerweile Bachelor-und Master-Studium abgeschlossen. Bevor sie im August nach Vilsbiburg kam, hatte sie bereits an der Universität gearbeitet. Angespornt durch die Profikarriere ihres Vaters hat sie sich jedoch entschlossen, sich erst einmal dem Profisport zu widmen.
Alayna Crabtree beschreibt sich geduldig, zielstrebig und gelassen. Sie möchte es auf das höchste Level schaffen
Dabei hilft ihr sicherlich auch ihr Hobby außerhalb des Volleyballfeldes: sie malt. Das hilft ihr zu entspannen und deshalb hat sie auch ihr Malutensilien von zu Hause mitgebracht. Zudem liest sie gerne und bewegt sich gerne an der frischen Luft. „Am liebsten in den Bergen“, sagt die 24-Jährige.
Von ihrer Mitspielerin Annie Hatch hat sie sich jetzt auch das Stricken abgeschaut; und nützt lange Busfahrten zu den Auswärtsspielen ebenfalls dazu, die Stricknadeln fliegen zu lassen.
Nach ihren Zielen befragt, meint Alayna Crabtree, sie möchte weiter hart an sich arbeiten und ihre sportliche Entwicklung weiter vorantreiben. „Ich möchte es auf das höchste Level schaffen, das ich zu leisten imstande bin“, sagt sie ruhig, aber sehr überzeugend.
Deshalb ist sie auch froh, dass sie mit Raben-Trainer Guillermo Gallardo einen Trainer hat, der sie fordert, der aber immer im Hinterkopf hat, alle Spielerinnen besser zu machen.

