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15. Mai 2015

Hochschule: Bau des Technologiezentrums Dingolfing schreitet voran - Leiter ernannt

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Alles läuft in Dingolfing "nach Plan" - Hier im Bild eine Muster-Modellfabrik des künftigen Technologiezentrums

Seit Juli 2014 wird auf dem Gelände der Dingolfinger Bräuhausgasse fleißig gebaut. Hier entsteht unter Verantwortung der Stadt Dingolfing das Technologiezentrum Produktion und Logistiksysteme (TZ PuLs) der Hochschule Landshut. Nicht nur das Gebäude wächst rasant, sondern es konkretisieren sich auch die inhaltlichen Strukturen.

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Im Bild: Vorfreudige Stimmung bei der Gründungssitzung des Technologiezentrum PuLs an der Hochschule: Von links Prof. Dr. Alexander Kumpf, Prof. Dr. Carsten Röh, Prof. Dr. Sven Roeren, Prof. Dr. Markus Schneider und Prof. Dr. Karl Stoffel

So wurde nun bei der Gründungssitzung Prof. Dr. Markus Schneider (Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen) zum wissenschaftlichen Leiter des TZ PuLs ernannt. Die Gründungsprofessoren Dr. Alexander Kumpf, Dr. Carsten Röh und Dr. Sven Roeren arbeiten mit ihm an der Strategie und leiten jeweils Teilprojekte.

Stärkung der Region

Nachdem der Rohbau steht, beginnen die Arbeiten im Inneren. Das Herzstück des TZ PuLs wird die Muster- und Lernfabrik sein. Dort können Logistik- und Produktionsabläufe demonstriert oder eigenhändig erprobt werden. Die technische Ausstattung kommt vor allem von kooperierenden Unternehmen. Neben den großen und bekannten Wirtschaftspartnern liefern vor allem regionale mittelständische Firmen wichtige Bestandteile.

Efaflex aus Bruckberg stellt schnell laufende Rolltore zur Verfügung. Die MWB GmbH sowie LR Intralogistik aus Wörth a. d. Isar sind für das Routenzugsystem und dazugehörige Materialhandlingsgeräte zuständig. Diese Fahrzeugsysteme sorgen für die Warenbewegung vom Empfang der Einzelteile bis zum Versand des fertigen Produkts. Das innovative Prunkstück der Fabrik wird der Shuttle-Roboter der Firma Servus aus Dornbirn/Österreich sein. „Wir danken allen beteiligten Unternehmen für ihr Engagement"; lobt Prof. Schneider deren Einsatz. „Zu einer Fabrik gehört nicht nur das Handwerk der Logistik und Produktion, sondern auch die Teile, die die Abläufe erst ermöglichen."

 Der automatische Lieferdienst

Mit einer Traglast von bis zu 50 Kilogramm transportiert der Servus-Roboter Einzelteile zu den verschiedenen Stationen innerhalb der Fabrik. Er fährt dabei vollautomatisch auf Schienen unterhalb der Decke. Wie bei einem Lieferdienst können die Mitarbeiter einenRoboter rufen, der ihnen die benötigten Materialien besorgt. Diese holen sie aus mehrstöckigen Regalsystemen innerhalb der Fabrik. Über einen Aufzug gelangen in die verschiedenen Ebenen. Dort werden gleichzeitig die Akkus der Roboter bei der Auf- und Abfahrt aufgeladen. „Mit diesem System können wir auch Unternehmen zeigen, welche neuartigen Lösungen es für eine effizientere Intralogistik gibt", freut sich Prof. Schneider auf die Nutzung des Roboters.

Das TZ PuLs ist das erste bayerische Technologiezentrum, das ohne Anschubfinanzierung des Freistaates Bayern auskommt. Neben den über 11 Millionen Euro der Stadt Dingolfing, kommen weitere, etwa 1,5 Millionen Euro an Einrichtungsgegenständen und Maschinen – gestiftet von Unternehmen - für die Fabrik dazu. Ab dem Frühjahr 2016 werden an der neuen Außenstelle der Hochschule Landshut vier Professoren sowie über 20 Mitarbeiter lehren, forschen und arbeiten.

Zwei Masterstudiengänge sollen zudem dort etabliert werden. Wesentliches Erfolgsmerkmal des Technolgiezentrums ist die starke Verankerung in einem regionalen Unternehmensnetzwerk. Bereits jetzt tagt regelmäßig ein Fachbeirat aus hochrangigen Unternehmensvertretern zur Begleitung der Aktivitäten in Dingolfing. An der Beiratssitzung am 30. April waren die Vertreter der Unternehmen SAR Elektronic, Dräxlmaier, BMW, Mann+Hummel, Schaltbau, ebm papst und Kühne+Nagel vollzählig vertreten.

Fotos. Hochschule Landshut

 

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