
Die ca. 80 Zuhörerplätze auf der Tribühne hinten waren voll besetzt, auch EVL-Präsident Helmut Barnersoi war dabei, nicht jedoch SEL-Boss Rainer Beck und der arg kritisierte EVL-Manager Donbeck.
Die Vorlage für den öffentlichen Teil der heutigen gemeinsamen Sitzung von Bau- und Sportsenat umfasste nur zwei Blätter. Es ging einzig und allein um eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Eishalle. Eine Debatte über die Misere beim EVL bzw. bei der SEL im Zusammenhang mit dem drohenden Lizenzentzug findet nur im nicht öffentlchen Teil danach statt, wozu auch der zuletzt viel gescholtene EVL-Manager Christian Donbeck erwartet wird. Dbei war jedoch ab 9 Uhr ein Bruder von Rainer Beck, Helmut Beck.
Die Zuhörer-Ränge waren mit EVL-Fans voll besetzt. Jedoch ohne Tansparente, ohne Flugblätter. - Foto L. Moosbühler
Ein Antrag von Stadtrat Lothar Reichwein zur öffentlichen Debatte der der dramatischen EVL-Misere wurde von Oberbürgermeister Hans Rampf nicht einmal zur Abstimmung gestellt. Es soll jedoch, so OB Rampf, eine Art Krisentab ("Tasc Force") auf Anraten der DEL-Geschäftsführung gebildet werden, was immer man darunter verstehen mag.
Die Machbarkeitsstudie kostet schon einmal 90.000 Euro. Mehrere Planungsteams haben daran mitgewirkt, federführend das Landshuter Büro Feigel-Huber-Dumps, dazu das Stuttgarter Büro Deyle und das Rgensburger Büro Troiber. Fazit der Studie: Eine Sanierung in sechs Stufen ist jeweils in den spielfreien Zeiten des Profi-Clubs zu bewerkstelligen. Die Kosten belaufen sich auf 18,39 bis 30,15 Euro, je nach Ausstattungsstandard für eine Halle mit 7.000 Zuschauerplätzen. Das entspricht einen Kostenanteil von 2.627 bis 4.306 Euro je Zuschauerplatz.
Die Kosten für einen vergleichbaren Neubau inclusive Abriss für die alte Halle, den Grundstückserwerb samt Neuanlage Kunstrasenplatz sowie schallschutztechnische Ertüchtigung der Eishalle II betragen dagegn 45 Millionen Euro.
Bei einem anderen Standort müßte zudem die jetzige Eishalle II aufgegeben und ersetzt werden, weil diese technisch und fuktional von der Eishall I abhängig sei.
Unter dem Strich raten die Planer zu einer Generalsanierung der betehenden Eishalle. Das läuft auf sechmal je 5 Millioen Euro an Sanierungskosten hinaus. Dazu kommen ja die Unterhaltskosten für die Eishalle I und die Eishalle II. ein Projekt im übrigen ,das in der Realisierung die Amtszeit von OB Hans Rampf um 4 1/2 Jahre überschreiten dürfte, ähnlich wie auch die Generalsanierung des Hans-Leinberger-Gymnasiums, die ebenfalls bis 2022 dauert und weit über 22 Mio. Euro verschlingt.
Fortsetzung zum Sitzungsbericht folgt. -hs

