
Landshut (07.09.2016) Der Versuch, alle vier OB-Kandidaten für ein gemeinsames Plakat auf den Plakatwänden jeweils rechts außen zu gewinnen, ist vorerst gescheitert. Dort, wo das Plakat der fünften OB-Kandidatin der Landshuter Mitte (Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner) sein sollte, ist jetzt überall ein leeres hässliches dunkelbraunes Feld.
Drei der vier OB-Kandidaten waren bereit, ein gemeinsames Plakat für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu gestalten und auf diesem leeren Feld anzubringen. Doch CSU-Kandidat Helmut Radlmeier wollte da nicht mit ins Boot. Er geht davon aus, dass die einzelnen Parteien und Kandidaten sowieso in vielfältiger Weise für eine Beteiligung an derWahl werben.
Tatsächlich war die Wahlbeteiligung bei der letzten OB-Wahl (2010) mit 50,68 Prozent äußerst miserabel. Sechs Jahre zuvor (2004) betrug die Beteiligung noch 61,93 Prozent und bei der letzten Wahl der Amtszeit von Josef Deimer beteiigten sich noch 68,91 Prozent an der OB-Wahl 1998. - Noch dramatisch schlechter war ja die Wahlbeteiligung bei der letzten Stadtratswahl 2014 mit nur mehr 40 Prozent.
Da ergibt sich die Frage: Wer wohl von einer höher Wahlbeteiligung profitiert? Zumeist ist dies die CSU. Die SPD-Wähler gelten als Schön-Wetter-Wähler und sie bleiben auch gern zu Hause, wenn die Programmatiik nicht stimmt oder wenn die eigenen Kandidaten nicht profiliert genug sind, wenn sie nicht emotionalisieren können. Die treuesten und stabilsten Wähler haben angeblich die Grünen.
Als recht launisch gelten auch die liberalen Wähler.
Da es bei der OB-Wahl nur vier Kandidaten gibt, fühlen sich womöglich die Anhänger der Freien Wähler, der Bayernpartei, der ÖDP und der Landshuter Mitte wohl weniger aufgefordert, an der OB-Wahl am 9. Oktober teilzunehmen bzw. die Briefwahl ab 12. September zu nutzen. Der OB-Wahlkampf verläuft zudem bisher recht brav, wenig kontrovers und schon gar nicht hitzig. Von "Kampf" kann da kaum die Rede sein. Es ist auch kaum zu beobachten, dass die zumeist mäßig besuchten Wahlversammlungen jeweils auch von politischen Gegnern besucht werden, schon gar nicht von den jeweiligen Gegenkandidaten. So kommt es, dass häufig gar keine Diskussion nach den Redebeiträgen der Kandidaten zustande kommt. /hs

