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08. September 2016

Offizieller Pressebericht der Stadt zur Zusage von M. Söder für eine 75 %-Förderung zur Theatersanierung

söder ob

Im alten Stadtheater von links MdL Radlmeier, Finanzminister Söder, OB Hans Rampf

Landshut (08.09.2016) Das Stadttheater Landshut im Bernlochner-Komplex im Zentrum der Stadt bedarf einer grundlegenden Sanierung. Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder machte sich jüngst vor Ort ein Bild von dem Zustand des Theaterbaus. „Der Freistaat unterstützt die notwendige Generalsanierung und Erweiterung des Stadttheaters mit einem weit überdurchschnittlichen Fördersatz von 75 Prozent, anstelle des durchschnittlichen Fördersatzes von bislang 40 Prozent.

Ein wuchtiges Signal für den Kulturstandort“, teilte Söder Oberbürgermeister Hans Rampf bei einer Pressekonferenz im Bernloochner am Mittwoch (7.9.) mit. Mit dabei war auch Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der sich für diesen hohen Fördersatz stark machte. Die Förderung erfolgt im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs.

Eine Förderung von 75 Prozent für die Sanierung des Bernlochners sagte am Mittwoch Finanzminister Dr. Markus Söder zu.

bernlochDer Bernlochner-Komplex (Foto), der 1840 von Mühlen- und Handwerksbesitzer Johann Baptist Bernlochner erbaut wurde, erlebte über die vergangenen 176 Jahre eine wechselvolle Geschichte.

Oberbürgermeister Hans Rampf sprach von "eine der freudigsten Stunden der letzten Jahre". "Diese Zusage ist für Landshut als bedeutender Kultur- und Theater-Standort sehr wichtig. Ich bin sehr glücklich und dankbar", freute sich Rampf. „Wir setzen damit wichtige Impulse in der Stadt Landshut.

Die Staatsregierung fördert die Sanierung kommunaler professioneller Theater bayernweit. Flächendeckende Kultureinrichtungen gehören zu unserer Heimatstrategie. Das Stadttheater im denkmalgeschützten Gebäude in Landshut ist ein unverzichtbarer Teil niederbayerischer Kultur“, betonte Söder. Die Stadt Landshut unterhält im Zweckverband mit den Städten Passau und Straubing sowie dem Bezirk Niederbayern das Landestheater Niederbayern.

Das Stadttheater Landshut wurde 1841 im denkmalgeschützten Bernlochner-Komplex im Zentrum der Stadt eröffnet. Das attraktive Theater bedarf einer grundlegenden Sanierung. Der Spielbetrieb wurde deshalb bereits in ein Theaterzelt auf dem Messegelände ausgelagert. Ein Ende der Auslagerung ist mit der Förderzusage des Freistaats für die Sanierung des Stadttheaters in Sicht.

Bei seinem Besuch in Landshut erteilte Söder gleichzeitig den Planungsauftrag für eine Sanierung der Stadtresidenz,

die von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut wird. Deren Gebäude sowie die ehemalige Hofstallung sind sanierungsbedürftig. Der Planungsauftrag umfasst eine Sanierung der Dächer und der Fassaden des italienischen und des Deutschen Baus, der Seitenflügel sowie des Küchenhofs. Die Kosten der Baumaßnahme werden auf sechs Millionen Euro geschätzt.

Die Stadtresidenz Landshut errichtete Herzog Ludwig X. von Bayern im 16. Jahrhundert als Stadtpalast. Unter Leitung von Bernhard Zwitzel wurde der Bau im Stil der deutschen Renaissance begonnen. Eine Italienreise Ludwigs X. im Jahr 1536 führte jedoch zu einer völligen Neukonzeption seiner Stadtresidenz. 1537 wurde der Grundstein zu einem zweiten „Italienischen“ Bau gelegt, der die aktuellen Architekturströmungen nach italienischem Muster mit reich verzierter Fassade, gewölbten Sälen, neuartigen Stuckdekorationen und einem anspruchsvollen Bildprogramm aufgriff. Insbesondere der Palast seines Vetters Federico II. Gonzaga in Mantua, der berühmte, von Giulio Romano erbaute Palazzo Te, hatte den Fürsten auf seiner Reise nachhaltig beeindruckt. Die Stadtresidenz Landshut gilt als der erste italienische Palazzo nördlich der Alpen. Die Säle des italienischen Baus mit bedeutenden Bilderzyklen und Stuckarbeiten an den Kassettendecken sind einzigartig.

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