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05. Dezember 2016

"Der Katakomben-Pakt" von Papst Franziskus zeigt "Wege aus der Krise", hin zur "Kirche der Armen"? Wir sollen so leben wie die Menschen um uns herum!

katakomben

Im Bild: Refrent Pater Eberhard Gemmingen SJ und CBW-Geschäftsführer Klaus Lehner

Landshut (05.12.2016) Klaus Lehner, Geschäftsführer des Christlichen Bildungswerks (CBW) begrüßte bereits am 1. Dez. im Pfarrsaal von St. Pius, Landshut, den Referenten des Abends, Pater Eberhard von Gemmingen SJ, bekannt geworden als die „deutsche Stimme des Papstes“.

Der mittlerweile 80-jährige Jesuit schöpft noch immer aus seinen profunden Kenntnissen, die er als Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan (von 1982 bis 2009) erlangt hat. Im Jahr 2002 erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Er kennt sich aus im Vatikan und weiß von den Entwicklungen und Ansätzen der kirchlichen Reformen wie z.B. den Katakombenpakt zu erzählen. Der Theologe ist auch bekannt durch seine Co-Moderationen im Deutschen Fernsehen, wenn es um vatikanische Ereignisse geht.

Pater Eberhard von Gemmingen SJ berichtete an diesem Abend der aufmerksamen Zuhörerschaft über den sogenannten „Katakombenpakt“ und dessen Auswirkungen auf das Pontifikat von Papst Franziskus. Vor etwas mehr als 50 Jahren, genau am 16. November 1965, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, feierten Konzilsväter aus der ganzen Welt in den Domitilla-Katakomben in Rom, miteinander Eucharistie und gingen am Ende der Messfeier den nach dem Ort des Geschehens benannten „Katakombenpakt“ ein.

Eine Gruppe von 40 Bischöfen unterzeichnete dabei eine Selbstverpflichtung zu einem einfachen Lebensstil und zum Dienst an den Armen. Zu den Erstunterzeichnern gehörten auch zwei Deutsche: Julius Angerhausen (1911–1990), Weihbischof in Essen, und Hugo Aufderbeck (1909–1981), Weihbischof in Erfurt. Später schlossen sich 500 weitere Bischöfe aus der ganzen Welt diesem Pakt an, der den Impuls aus dem Leitwort Johannes XXIII. aufgriff, von einer „Kirche der Armen“. So beschlossen sie unter anderem, sich für eine „Kirche der Armen“ einzusetzen, mit ihrem eigenen Beispiel voranzugehen und mit einem einfachen Lebensstil die Botschaft Jesu sichtbar zu machen.

Wesentliche Punkte des Paktes waren: „Wir wollen so leben, im Blick auf Wohnung, Essen und Verkehrsmittel, wie die Menschen um uns herum. Wir verzichten darauf, auch was unsere Amtskleidung angeht, als Reiche zu erscheinen. Wir wollen weder Immobilien noch Mobiliar besitzen. Wir lehnen es ab, mit Titeln angesprochen zu werden. Wir wollen uns vor allem den Benachteiligten und Unterentwickelten zuwenden.“ Laut Luigi Bettazzi, dem letzten lebenden Erstunterzeichner des Paktes, setzt Papst Franziskus durch seinen Lebensstil und seine Amtsführung die Ideen des Katakombenpaktes um. Er hat diesen Katakombenpakt in seinem Programm stehen, auch wenn er ihn nie explizit erwähnt, lebt er selber in Wort und Tat danach, und sieht zudem die katholische Kirche als Kirche für die Armen an.

Pater Eberhard von Gemmingen SJ, beschäftigte sich in seinem Vortrag auch damit, ob Papst Franziskus damit die Kirche aus der Krise in eine Zukunft führen kann. Die Gläubigen laufen der Kirche in Scharen davon. In Mitteleuropa herrscht eine tiefe Glaubenskrise. Der Pater sprach in diesem Zusammenhang sogar von einer „Gotteskrise“, weil Gott im Leben der meisten Menschen keine Rolle mehr spielt. Die Jugend kennt den „wichtigsten Europäer, nämlich Jesus“ nicht mehr. Die Kirche findet keine Antworten und Lösungen auf Fragen zu Zölibat, Frauen als Priester und die kirchliche Ehelehre. Und ein römischer Zentralismus verlangsamt oder verhindert sogar Diskussionen über Wege aus dieser tiefen Krise. Die ist für den Referenten aber auch eine „Bildungs- und Kulturkrise“, wenn Glauben nicht mehr von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Doch was ist in diesem Zusammenhang von Papst Franziskus noch zu erwarten und kann es ihm gelingen, die Kirche gar zu revolutionieren? Pater Eberhard von Gemmingen verglich die Bemühungen des Papstes mit dem Weg Jesu, mit dem sich ja auch schon die Apostel schwergetan, ihn missverstanden und letztendlich verraten haben. „Für Papst Franziskus ist die besondere Zuwendung zum barmherzigen Jesus mit das wichtigste Credo, denn er vertritt nicht zuerst eine Lehre, sondern will dem Menschen Gott nahebringen“, so der Pater. Der Papst steht damit in direkter Linie zum Katakombenpakt. Er hat seinen Namen „Franziskus“ sehr bewusst gewählt, lebt bescheiden in einer Gemeinschaftsunterkunft, fährt mit dem Bus statt mit einer Limousine und zahlt seine Rechnungen selber.

Auch die Ziele seiner ersten Reisen zu den Flüchtlingen nach Lampedusa und in eher arme Länder sind bezeichnend. Ob dies aus der Kirchenkrise heraushilft bleibt noch abzuwarten. Zumindest ist es aber eine Chance. Klaus Lehner (CBW-Geschäftsführer) bedankte sich bei Pater Eberhard von Gemmingen SJ für den interessanten Vortrag und schloss nach einer Fragerunde den Abend mit dem Spruch ab: „Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird, aber damit es besser wird, muss es anderes werden.“

 

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