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14. August 2017

BRK setzt im Bereich Landshut auf "Baby-Pod". Sicherer Transport für Neugeborene und Säuglinge

baby pod neu

Landkreis Landshut (14.08.2017) Das Bayerische Rote Kreuz bietet im Rettungsdienstbereich Landshut seit August 2017 neben dem Intensivinkubator (Transport von erkrankten oder verletzten Kindern mit der Erfordernis von intensivmedizinischer Überwachung) künftig mit dem „Baby-Pod“ eine weitere spezielle Transportmöglichkeit für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder an.

Der Zweckverband für Feuerwehralarmierung und Rettungswesen (ZRF) am Landratsamt Landshut begrüßt diese Anschaffung, die bei Transportfahrten große Vorteile für die Mini-Patienten bringen wird. Ein so genannter „Baby-Pod“ ist ein Transportinkubator, bei dem kontinuierlich die Raumluftkonzentration und die Herzfrequenz des Babys überwacht werden. Durch einen „Transwarmer“ wird der kleine Patient bei Bedarf zusätzlich gewärmt. Es können weitere externe Geräte, wie beispielsweise zur Beatmung, flexibel kombiniert werden.

Der Baby-Pod wird in erster Linie für Transporte ohne Arztbegleitung eingesetzt, um stabile Neugeborene mit dem Rettungswagen von den Geburtskliniken und Perinatalzentrum in das Kinderkrankenhaus und wieder zurück zu bringen. Auf allen Rettungs- und Krankenwägen in Bayern werden zwar gesonderte Trageauflagen mit einem sogenannten Kinderrückhaltesystem bereitgehalten, diese sind allerdings nur für Kinder ab 3500 Gramm zugelassen. Mit dem Baby-Pod können nun auch Kinder unter diesem Mindestgewicht sicher und nach den gesetzlichen Vorgaben transportiert werden. Anderweitig müsste das Kind in einem Intensivtransportinkubator verlegt werden, wofür oft auch ein Rettungshubschrauber angefordert werden müsste.

Verantwortlich und federführend für die umgehende Beschaffung des Transportgerätes „Baby Pod“ waren sowohl der Referent Rettungsdienst für den Bezirk Niederbayern des BRK, Markus Damböck, der Leiter der Abteilung Produktentwicklung und Qualität in München, Rainer Rauschenberger, als auch der Rettungsdienstleiter im Kreisverband Landshut, Michael Ingerl. Die frühzeitigen und sachlichen Gespräche im Vorfeld, initiiert durch den ärztlichen Leiter Rettungsdienst, haben zu einer umgehenden und reibungslosen Beschaffung für den Rettungsdienstbereich Landshut geführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 10.000 Euro.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst im Bereich Landshut, Jürgen Königer, dankt ausdrücklich dem BRK für den Einsatz des Baby-Pod: „Das BRK war sofort bereit, in den Transportinkubator zu investieren, da durch das Kinderkrankenhaus und weitere spezialisierte Einheiten bei LAKUMED der Bedarf an Säuglings- und Kleinkindertransporten im Bereich Landshut besonders hoch ist. So können wir noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder-Patienten eingehen und sie auch auf der Straße sicher von A nach B bringen.“

Im Bild oben: Der Baby-Pod wurde auf Transportfahrten des BRK im Rettungsbereich Landshut in Betrieb genommen – Vertreter des BRK, des ZRF und de Kinderkrankenhauses St. Marien Landshut haben ihn vorab bereits in Augenschein genommen.

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