Landshut (14.05.2018) Die Eröffnung der Ausstellung in der Galerie LAProjekts von Jörg W. Ludwig, Kirchgase 239, findet am Mittwoch, 16. Mai, 19 Uhr statt - als Beitrag zu den Jubiläen der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung und des Skulpturenmuseums im Hofberg, die Landshut in diesem Jahr mit einem Reigen von Fritz Koenig-Ausstellungen begeht. Die Galerie LAProjects zeigt erstmalig in Niederbayern Werke seines Zeitgenossen und Freundes Alf Lechner, einem weiteren großen Stahlbildhauer unserer Zeit. Beide sind im Februar des vergangenen Jahres - im einundneunzigsten und zweiundneunzigsten Lebensjahr - gestorben; beide waren Mitglieder der Bayerischen Akademie der schönen Künste; beide sind ihrer bayerischen Heimat stets treu geblieben. - Daniel McLaughlin, Sohn von Alf Lechner und Kurator des Alf-Lechner-Museums in Ingolstadt, wird in die Ausstellung einführen. Frau Camilla Lechner, Witwe von Alf Lechner, wird ebenfalls anwesend sein.
Alf Lechner - Lust und Kalkül - Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafik
In Zusammenarbeit mit der Alf-Lechner-Stiftung zeigt LAProjects vom 17. Mai bis 30. Juni 2018 eine Auswahl von Skulpturen, Zeichnungen und Druckwerken, die beispielhaft den unverwechselbaren Stil und die Prozesshaftigkeit im Werk des bedeutendsten wegweisenden deutschen Stahlbildhauers aufzeigen. Mit seinem Oeuvre hat Lechner den europäisch-amerikanischen Dialog über Skulptur mit Bildhauern wie Eduardo Chillida, Richard Serra, Donald Judd und Sol LeWitt entscheidend geprägt.
Für Alf Lechner "liegt die Ausstrahlung eines Kunstwerks im Anblick des Gedachten, nicht des Gemachten". Mit seinem Diktum: "Mein ganzes Lebensziel ist die Einfachheit. In der Einfachheit steckt soviel Kompliziertes, dass man gar nicht einfach genug sein kann“ beschreibt er selbst sein Werk, in dem es, wie Prof. Dr. Armin Zweite sagt, "immer wieder um das Verhältnis von Technik und Kunst, von Rationalität und Emotionalität, von Reflexion und Prozess, von Kalkül und Zufall geht". Für Alf Lechner "liegt die Ausstrahlung eines Kunstwerks im Anblick des Gedachten, nicht des Gemachten".
In den gut sechzig Jahren seines bildhauerischen Schaffens hat Alf Lechner mehr als 800 skulpturale Werke geschaffen und dazu noch über 4500 Zeichnungen, die ihn zu einem der bedeutendsten Stahlbildhauer unserer Zeit machten. Mit fast 80 Skulpturen im öffentlichen Raum - an öffentlichen Plätzen in Deutschland - ist Alf Lechner einer der meist repräsentierten Bildhauer. Seine Werke als oft monumentale Skulpturen begegnen uns an vielen öffentlichen Plätzenzum, so in München am Gasteig, und am Münchener Flughafen, in Nürnberg, in Ingolstadt, in Berlin, auch in Duisburg, Essen, Wuppertal, Köln, Marl, vor bedeutenden Museen wie der Neuen Nationalgalerie in Berlin, der Kunsthalle Mannheim, von der Kunsthalle Kiel bis zum Franz Marc Museum in Kochel am See.
Doch nirgendwo erlebt man sein Werk so unmittelbar und eindrucksvoll wie im Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt und im Lechner Museum in Ingolstadt. An beiden Orten bewahrt, pflegt und vermittelt die Alf-Lechner-Stiftung das Erbe des Künstlers, der seiner bayerischen Heimat stets treu geblieben ist und doch mit seinem Oeuvre den europäisch-amerikanischen Dialog mit Bildhauern wie Eduardo Chillida, Richard Serra, Donald Judd, Carl Andre und Sol LeWitt, mit Norbert Kricke, David Smith und Anthony Caro, Phillip King, Erich Reusch, Carel Visser, Erich Hauser und Richard Serra entscheidend geprägt hat. An beiden Orten wird auch das mehr als 4500 Werke umfassende zeichnerische und graphische Oeuvre Alf Lechners bewahrt und gepflegt. Zu beiden Orten werden im Rahmen der Ausstellung Sonder-Exkursionen stattfinden.
"Mit dieser Ausstellung würdigen wir auch", so Galerist Jörg W. Ludwig, "die langjährige Freundschaft zwischen Fritz König und Alf Lechner". Die Ausstellung in der 'Skulpturenstadt' Landshut ist die erste Alf Lechner Ausstellung in Niederbayern. Sie verbindet die beiden Künstler-Persönlichkeiten als wichtige Bildhauer der Moderne - Alf Lechner und Fritz Koenig in der “Skulpturenstadt Landshut” im ersten Jahr nach deren Tod.
Zwei weitere Ausstellungen von Fritz König werden dieses Jahr in Landshut zu sehen sein - in welchem dem Landshuter Künstler Fritz Koenig zwei Ausstellungen in seiner Heimatstadt, sowie eine Retrospektive in den Florentiner Uffizien in Florenz gewidmet sind. Alf Lechner ist eine weitere Sonderausstellung in der Katholischen Akademie in München gewidmet, die bis zum 9. September 2018 zu sehen ist. Beide Künstler waren Mitglieder der Bayerischen Akademie der schönen Künste und wurden vom Freistaat Bayern unter anderem mit dem Preis Pro meritis scientiae et literatum ausgezeichnet.

