Unterstützung im Alltag in den eigenen vier Wänden


Landratsamt bot Schulung Ehrenamtlicher für haushaltsnahe Dienstleistungen an
So lange wie möglich den Lebensabend in der eigenen Wohnung oder dem eigenen
Haus zu verbringen – das ist der Wunsch ziemlich aller Senioren. Dabei brauchen
viele nicht eine Pflegeleistung an sich, sondern einfach nur Unterstützung im Alltag,
bei der täglichen Arbeit im Haushalt, beim Einkauf oder bei Arztbesuchen.
Aus diesem Grund hat das Landratsamt Landshut eine Schulung für ehrenamtliche
Helfer ausgerichtet, die sich in 40 Stunden für die Angebote zur Unterstützung im
Alltag fortbilden konnten – darunter fallen auch die so genannten „haushaltsnahen
Dienstleistungen“. Die Schulungen wurden von zwei Referentinnen des Bayerischen
Landesausschusses für Hauswirtschaft e. V. und der Deutschen Alzheimer
Gesellschaft, Landesverband Bayern e. V., durchgeführt.
Aber hier standen nicht nur Anregungen für die Haushaltsführung im Mittelpunkt: Die
Hälfte der Fortbildungsstunden widmeten sich die ehrenamtlichen Teilnehmer dem
Umgang mit pflegebedürftigen und demenzkranken Menschen. Wie gehe ich mit
einem dementen Nachbarn oder Angehörigen um? Was muss ich darüber wissen?
Welche Anzeichen für mögliche andere Krankheiten gilt es zu beachten? Dies waren
nur drei von vielen Fragen, die in diesem Block behandelt wurden.
Während der restlichen 20 Stunden wurde unter anderem die hauswirtschaftlichen
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Ansprechpartner: Carina Weinzierl, Pressesprecherin
Landratsamt Landshut, Veldener Straße 15, 84036 Landshut
Telefon: 0871/408-1836, 0170/7033073 - Telefax: 0871/408-161836
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 2
Betreuung erkrankter Menschen näher beleuchtet: Darunter fallen die Hygiene und
Reinigung im Privathaushalt, die Ernährung im Alter sowie Gesundheitsschutz und
Unfallverhütung.
Ziel dieser haushaltsnahen Dienstleistungen ist es, dass die Senioren möglichst
lange im eigenen Haus oder Wohnung verbleiben können. Denn gerade bei
Pflegegrad I – und hier besteht der größte Unterstützungsbedarf – ist keine
„klassische“ Behandlungspflege an sich nötig, denn die Betroffenen können sich
grundsätzlich selbst versorgen. Hier kommen diese ambulanten
Unterstützungsangebote ins Spiel, die durch hauptamtliche Dienstleister für
Hauswirtschaftsleistungen oder eben Ehrenamtlichen erfüllt werden können. Dafür
stellen die Pflegekassen einen monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro zur
Verfügung, die für solche Leistungen verwendet werden können.
Die Seniorenbeauftragte des Landkreises, Janine Bertram, zeigte sich zufrieden mit
der Schulung: „Die Nachfrage und der Bedarf nach solchen
Unterstützungsleistungen im Alltag ist enorm, aber leider gibt es immer noch viel zu
wenige Anbieter wie auch Fach- und Hilfskräfte in diesem Bereich. Deshalb bin ich
sehr dankbar, dass so viele Ehrenamtliche sich dazu bereit erklärt haben, sich in
diesem Bereich fortzubilden, um so unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in
ihrem Alltag noch besser unterstützen zu können. Eine solche Leistung, ein solches
Engagement, das ist nicht selbstverständlich.“
Da in diesem Thema noch viel Potenzial steckt, wird auch das nächste
Impulsnetzwerk Senioren am 23. April ab 16.00 Uhr im Rathaus in Buch a. Erlbach
unter dem Leitbild „Entlastungsbetrag – Anspruchsvoraussetzungen und
Leistungsspektrum“ stehen. Hierzu gehören die Haushaltsnahen Dienstleistungen,
es werden aber auch weitere Angebote zur Unterstützung im Alltag vorgestellt.
Bildunterschrift: 20 Teilnehmer bildeten sich in Bereich der „haushaltsnahen
Dienstleistungen“ fort, um Seniorinnen und Senioren in ihrem Alltag unterstützen zu
können