Landshut - pm (28.06.2019) Zum zweiten Mal veranstaltet das Kulturteam des Haus International in Kooperation mit dem Kinoptikum vom 4. bis zum 6. Juli ein Filmwochenende im Freien neben der Rochuskapelle. Gezeigt werden unter dem Motto „Liebe ohne Grenzen“ drei Filme aus drei Kontinenten in den Originalsprachen - bei Regen werden die Filmvorführungen in die Rochuskapelle verlegt. Nicht nur mit Konzerten und Ausstellungen, sondern nun auch mit dem Genre Film will das Haus International, Menschen aus verschiedenen Kulturen und und Sprachen zusammenbringen und damit zur interkulturellen Verständigung beitragen.
Als Auftakt wird am Donnerstag, 4.7. der Film “Tanna - Eine verbotene Liebe“ von Martin Butler und Bentley Dean gezeigt (Australien 2015).
Die australischen Dokumentarfilmer haben mit regionalen Laiendarstellern des pazifischen Inselstaats Vanatu ein Drama entwickelt und vor Ort inszeniert – sanft in die Natur eingebettet und atemberaubend fotografiert. So etwas wie eine Liebesheirat ist auf der Insel Tanna unbekannt. Doch Wawa und Dain sind eine Art Romeo und Julia. Immer wieder stehlen sie sich davon, um sich heimlich im Dschungel zu treffen, während die Frauen am Fluss schon die Hochzeitsvorbereitungen für eine arrangierte Ehe treffen. Die Liebe zwischen der jungen Frau und dem Krieger ist so stark, dass sie beschließen, sich den Traditionen zu widersetzen.
Am Freitag, 5.7. folgt die indisch-französische Produktion „Sir - Die Schneiderin der Träume“ von Rohena Gera. Jenseits aller Bollywood-Klischees ist SIR ein leises Kinojuwel, eine zutiefst anrührende Geschichte über soziale Klassenunterschiede, Schranken und Tabus, erzählt in poetischen Bildern und sparsamen, sensiblen Dialogen voller Wärme und großer Liebe zu den Figuren von Menschlichkeit, stolzer Würde und Hoffnungen. Vor allem die Präsenz der beiden Hauptdarsteller prägt die zurückhaltende Romanze zwischen dem ungleichen Paar: der Hausangestellten Ratna, einer Witwe vom Land, die von einer Karriere als Modedesignerin träumt, und ihrem Herrn Ashwin, einem Unternehmersohn aus Mumbais Oberschicht.
Zum Abschluss am Samstag, 6.7. wird der afrikanische Film “Rafifki” von Wanuri Kahiu gezeigt (Kenia 2018). RAFIKI – der Titel bedeutet auf Suaheli „Freund“ und „Freundin“ – ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. Basierend auf der Kurzgeschichte „Jambula Tree“ (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt RAFIKI die Geschichte der beiden Politikertöchter Kena und Ziki, die sich erst anfreunden und dann verlieben. Sinnbildlich für eine afrikanische Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt.
Einlass ist jeweils ab 20.00 Uhr. Es gibt passende Musik – unplugged. Getränke und Snacks gibt es dazu vom Café international. Die Filme beginnen um 21.30 Uhr. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Mehr Infos gibt es unter Tel. 0871-31947480 beim Haus International.

