Landkreis Landshut - pm (20.11.2020) „Gemeinsam gegen Hass und Mobbing im Netz“: So lautete das Motto des Workshops an Schulen und für pädagogische Fachkräfte Landshut im Sinne des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes.
In Zusammenarbeit und mit personeller Unterstützung durch den Dienstleister „fairaend“ Köln organisierte die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Landshut Ende Oktober, also noch vor der Einführung der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen, verschiedene Veranstaltungen.
Die Kinder und Jugendlichen von heute sind mit dem Internet aufgewachsen, verbringen viel Freizeit am Computer, Tablet oder mit ihrem Handy. Eine ständige Verbindung zum Internet: mittlerweile selbstverständlich. Neben all den Vorteilen birgt das Leben online auch einige Konfliktpotenziale. Deshalb stand im Mittelpunkt dieser Workshops die Aktionsplattform „LOVE–STORM“, eine Trainings- und Interventionsplattform gegen Hass im Netz. Die Kinder und Jugendlichen lernten bei den Workshops wie Gegenrede im Internet funktioniert. Entscheidend sind dabei drei Punkte: Angegriffene durch die eigene Initiative schützen und solidarisch intervenieren, Zuschauende mobilisieren und zu digitaler Zivilcourage anregen und Angreifenden (Mobbenden) gewaltfrei Grenzen setzen.
Mobbing und Hass im Netz ist ein gesellschaftliches Phänomen und diesem kann nur mit der Stärke der Gemeinschaft begegnet werden. Ein couragiertes Eintreten füreinander und ein respektvoller Umgang miteinander sollten sowohl in der realen, als auch in der digitalen Welt die Basis der gelebten Kommunikationskultur sein.
Durch die Vermittlung der genannten Inhalte wurden die Schülerinnen und Schüler für dieses allgegenwärtige Thema sensibilisiert und können durch das Gelernte Hass im Netz begegnen und sich gegenseitig unterstützten und helfen.
Um die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu fördern und sie in ihrer Haltung zu stärken, ist die kontinuierliche Durchführung und Wiederholung solch medienpädagogischer Projekte unumgänglich. Deshalb wurden bei Fortbildungen für Fachkräfte weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult, die nah an den Jugendlichen und Kindern sind, um so die Plattform mit ihren Strategien unmittelbar selbst in ihrer täglichen Arbeit nutzen zu können.
Unterstützt wird dieses Projekt unter anderem durch das Bundesprogramm Demokratie leben und den Bund für Soziale Verteidigung (BSV).

