Eva Maria Kelch, Chefin der Arbeitsagentur
Region Landshut - pm (29.01.2021) Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Region Landshut - das sind die Stadt Landshut sowie die Landkreise Landshut, Dingolfing-Landau und Rottal-Inn - von Dezember auf Januar um 2.164 auf 11.400 Personen angestiegen. „Dieser Anstieg im Januar ist saisonüblich und ist in etwa so hoch ausgefallen wie in den etzten Jahren.
Im Vorjahresvergleich ist bei der Zahl der arbeitslosen Personen jedoch ein deutlicher Anstieg um 1.714 festzustellen.
Dieser Zuwachs ist überwiegend den Auswirkungen der Corona-Pandemie zuzurechnen. Auch der Rückgang bei den gemeldeten Stellen im Vergleich zum Vorjahr mit über 18 Prozent ist darauf zurückzuführen. Die Corona-Krise stellt Arbeitgeber und Beschäftigte weiterhin vor enorme Herausforderungen. Das hinterlässt natürlich auch Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Durch Kurzarbeitergeld konnten zwar viele Menschen in Beschäftigung gehalten werden. Aber manche Unternehmen mussten dennoch bereits Arbeitnehmer*innen entlassen “, sagt Eva-Maria Kelch, Leiterin der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen.
Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Kurzarbeit
Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 4,3 Prozent (Vormonat 3,5 Prozent). Vor einem Jahr hatte sie sich auf 3,7 Prozent belaufen.
Im Januar meldeten sich 3.660 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 281 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.505 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 313 weniger als im Januar 2020. Im Berichtsmonat Januar meldeten sich 2.810 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 159 weniger als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 636 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 109 weniger als vor einem Jahr.
Von April 2020 bis Januar 2021 haben sich 296 Personen arbeitslos gemeldet, die ihre Selbstständigkeit aufgegeben haben. Das waren 115 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der Zugänge aus abhängiger Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt haben sich mit gut 12.500 in etwa auf gleichem Niveau entwickelt.
Rechnet man die Menschen mit ein, die beispielsweise an einer Umschulung teilnehmen und allein deswegen nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, waren im Januar 13.823 Menschen in der sogenannten Unterbeschäftigung. Das waren 1.984 mehr als im Dezember 2020 und 1.673 mehr als im Januar letzten Jahres.
Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt weiterhin die Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt erkennen. Nach einem Maximum im April 2020, gingen in den darauffolgenden Monaten zwar deutlich weniger Anzeigen ein, allerdings ist seit Oktober 2020 wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Im Januar 2021 haben 448 Betriebe für 4.212 Personen in der Region Kurzarbeit beantragt.
Arbeitskräftenachfrage
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Landshut – Pfarrkirchen waren im Januar 2.801 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 60 oder 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 623 Stellen weniger (- 18,2 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Januar 467 neue Arbeitsstellen, das waren 112 oder 19,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang betrifft vor allem das verarbeitende Gewerbe (-241), den Handel und den Tourismus (-150) sowie den Lager-/Logistik-Bereich (-130).
Der Arbeitsmarkt nach regionalen Gesichtspunkten
Stadt Landshut
Im Januar 2021 waren 2.294 Landshuter über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Landshut Stadt auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 330 Personen mehr als im Dezember und 359 mehr als im Vorjahresmonat. In der Stadt Landshut errechnete sich im Januar 2021 eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. Sie ist damit um 0,8 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Januar des Vorjahres betrug sie 4,7 Prozent.
Landkreis Landshut
3.422 Menschen und damit 703 mehr als im Vormonat waren im Januar auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Im Januar 2020 waren 409 Personen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Landshut betrug im Januar 2021 3,6 Prozent. Sie liegt damit 0,7 Prozentpunkte höher als im Dezember. Im Vorjahresmonat betrug sie 3,2 Prozent.
Landkreis Rottal-Inn
Im Landkreis Rottal-Inn ist die Zahl der Arbeitslosen von Dezember 2020 auf Januar 2021 um 700 gestiegen. Insgesamt waren im Januar 2021 3.168 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 437 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,7 Prozent um 1,1 Prozentpunkte höher als im Dezember 2020. Im Vorjahresmonat betrug sie 4,1 Prozent.
Landkreis Dingolfing-Landau
Insgesamt waren im Januar 2021 2.516 Personen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 431 mehr als im Dezember und 509 mehr als im Januar 2020. Im Landkreis Dingolfing-Landau ist die Arbeitslosenquote im Januar 2021 um 0,7 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent angestiegen. Sie ist damit um 0,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

