Landshut pm (07.03.2023) Am 7. März ist der internationale Tag der Mülltrennung. Ein guter Zeitpunkt für die Abfallwirtschaft der Stadt Landshut um auf die wichtige und richtige Mülltrennung aufmerksam zu machen. Die Verwertungsquote der Abfälle aus den privaten Haushalten beträgt zwar laut offizieller Abfallbilanz in der Stadt bereits 62,5 %, die Quote, kann aber deutlich nach oben geschraubt werden. Über die Hälfte der weltweiten Treibhausgasemissionen gehen auf die Rohstoffwirtschaft zurück.
Durch eine gute Mülltrennung können mehr Rohstoffe wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt und damit auch ein deutlicher Beitrag zum Klimaschutz erreicht werden. Obendrein ist die Verwertung in aller Regel billiger als die Entsorgung über die Restmülltonne.
Die Mülltrennung ist nicht kompliziert, schützt die Umwelt, schont Rohstoffe und Klima und spart Geld. Rund die Hälfte des Hausmüllvolumens machen Verpackungen aus. Alle Verpackungen, außer Glas und Papier, gehören in den Gelben Sack. Die Verpackungen werden überwiegend mit hochmodernen Maschinen sortiert. Daher ist es wichtig, unterschiedliche Materialien voneinander zu trennen. Also den Aludeckel komplett vom Joghurtbecher trennen. Verpackungen sollten auch nicht ineinandergesteckt werden. Sonst wird es für die Maschinen unmöglich, die verschiedenen Stoffe zu trennen. Auf keinen Fall dürfen andere Abfälle wie Bioabfall und Speisereste oder Hausmüll in die Gelben Säcke. Die Abfälle verschmutzen sonst die Verpackungen und erschweren das echte Recycling. Damit kein Mikroplastik entsteht, müssen die Gelben Säcke fest zugebunden werden. Ansonsten fallen Verpackungen aus dem Gelben Sack und werden vom Wind verweht und gelangen so in die Natur.
Behälterholglas, also alle Verpackungsgläser, gehören nach Farben sortiert in die Glascontainer. Blaue und andere Farben dürfen mit zum grünen Glas. Verpackungsgläser haben alle den gleichen Schmelzpunkt und können problemlos recycelt werden. Andere Gläser wie Trinkgläser, Vasen, Kristallglas, Bleiglas oder auch Steinflaschen dürfen nicht in die Glascontainer. Sie haben einen anderen Schmelzpunkt und stören das Recycling. Container dürfen nur an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr genutzt werden. Sonn- und Feiertags ist der Einwurf verboten.
Papier und Pappe gehören in die Papiertonne oder die öffentlich aufgestellten Papiercontainer. Egal ob Zeitungen, Zeitschriften, Schachteln oder Kartons. Wer sich nicht sicher ist, reißt das Papier ein. Wenn eine Folie sichtbar ist, lieber nicht in die Papiertonne. Wenn sie sauber sind, dürfen auch Pizzakartons in die Papiertonne.
Gemüse- und Obstreste, auch Speisereste (ohne Fleischreste), gehören in die öffentlich aufgestellten Biotonnen. Die Bioabfälle werden in einer hochmodernen Vergärungsanlage zu Biogas und wertvollem Dünger verarbeitet. Plastiktüten und auch kompostierbare Plastiktüten dürfen nicht in die Biotonne, sonst landet Mikroplastik mit dem Kompost auf dem Acker. Daher den Vorsortiereimer besser mit Papiertüten, Küchenpapier oder anderen Papieren auslegen. Das Papier darf mit in die Biotonne.
Altkleider und Textilien gehören in die Altkleidercontainer. Batterien und Elektrogeräte zurück zum Handel oder zum Wertstoff- und Entsorgungszentrum. Kleine Elektrogeräte können auch in einen der elf Sammelcontainer im Stadtgebiet eingeworfen werden. Keinesfalls dürfen Elektrogeräte und Batterien in den Restmüll. Leider landen immer noch knapp die Hälfte der Batterien im Hausmüll. Da ist noch viel Luft nach oben.
Alle anderen Abfälle, wie Sperrmüll, Kunststoffe, CDs, Metalle und Problemabfälle können kostenlos im Wertstoff- und Entsorgungszentrum abgegeben werden. So einfach ist Abfalltrennung. Wenn alle mitmachen, ist eine Verwertungsquote von weit über 70 % erreichen. Der Tag der Abfalltrennung ist ein guter Zeitpunkt, mit noch konsequenterer Abfalltrennung anzufangen.

