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Darmkrebszentrum Achdorf: Neue Erkenntnisse in der Behandlung von Mastdarmkrebs vorgestellt

referenten mast(13.09.20169 Rund 75.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Mastdarmkrebs, in der Fachsprache Rektumkarzinom genannt – die meisten ab dem 50. Lebensjahr. Vergangene Woche informierten Prof. Dr. med. Johannes Schmidt und PD Dr. med. Bruno Neu vom Darmzentrum am Krankenhaus Landshut-Achdorf interessierte Ärzte über neue Erkenntnisse in der endoskopischen Behandlung eines Rektumkarzinoms und die Rolle der minimal-invasiven Chirurgie bei diesem Krankheitsbild.

„Vor der Therapie eines Rektumkarzinoms ist eine akkurate Diagnostik notwendig, um Art und Größe des Tumors zu bestimmen“, erklärte PD Dr. med. Bruno Neu, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Krankenhaus Landshut-Achdorf. „Hierbei kann die endoskopische Untersuchung, also die Ultraschalluntersuchung des Darms von innen, hilfreich für eine genaue Diagnose sein.“ PD Dr. Neu stellte im Rahmen seines Vortrags die Möglichkeiten der Diagnostik wie Ultraschall, Magnetresonanztomographie, Computertomographie und die digitale rektale Untersuchung der jeweiligen Treffergenauigkeit gegenüber und ging anschließend auf die endoskopische Untersuchung im klinischen Alltag ein.

Außerdem erläuterte er den Algorithmus zur endoskopischen Therapie und gab zu bedenken, dass die Wertigkeit aller bildgebenden Verfahren mit einer gewissen Unsicherheit behaftet blieben. PD Dr. Neu appellierte an die niedergelassenen Ärzte: „Stellen Sie ihre Patienten bei Verdacht rechtzeitig in einem Darmzentrum vor und schicken sie diese zur Endosonographie.“

Im Rahmen des zweiten Vortrags des Fortbildungsabends stellte Prof. Dr. med. Johannes Schmidt, Chefarzt der Chirurgischen Klinik I am Krankenhaus Landshut-Achdorf, die laparoskopisch-assistierte Entfernung eines Tumors der offenen Operation gegenüber und sprach über den Einfluss des Operationsverfahrens auf den Befund. Er erklärte die Vor- und Nachteile der minimal-invasiven Chirurgie und betonte: „Die Größe des Tumors und vor allem die Erfahrung des Operateurs spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des geeigneten Verfahrens.“

Anschließend ging Prof. Dr. Schmidt auf einen aktuellen Fortschritt in der minimal-invasiven Chirurgie ein, nämlich die roboterassistierte Rektumchirurgie. Dabei erläuterte er die Funktionsweise, Kosten und Vorteile des Gerätes und nannte als besonderen Bonus die gute Qualität des Bildes: „Durch die ausgezeichnete Auflösung kann der Operateur noch genauer arbeiten, was dem Patienten entscheidend zugute kommt.“

Im Anschluss an die Veranstaltung verwies Prof. Dr. Schmidt auf die Auszeichnung der Chirurgie am Krankenhaus Landshut-Achdorf als Referenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie – nur 14 Häuser in ganz Deutschland dürfen sich als solches bezeichnen. Basis der Zertifizierung sind die Richtlinien und höchsten Ansprüche an Qualität und Erfahrung der Operateure der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, die über einen längerfristigen Zeitraum erfüllt sein müssen, sowie der Nachweis vorangegangener Zertifizierungen als Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie. Prof. Dr. Schmidt, ein Vorreiter dieser Methode, stellt den entscheidenden Vorteil der minimal-invasiven Eingriffe für Patienten in den Mittelpunkt: weniger Schmerzen durch kleinere Hautschnitte und damit einhergehend raschere Genesung.

Bildunterschrift:

Zum Krankheitsbild Rektumkarzinom stellte PD Dr. med. Bruno Neu (links) neue Erkenntnisse zur endoskopischen Therapie vor und Prof. Dr. med. Johannes Schmidt (rechts) informierte über minimal-invasiven Chirurgie bei Tumorerkrankungen im Darmtrakt.

Bildquelle: LAKUMED Kliniken

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