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"Mit Herzblut und Expertise für ältere Patienten." Fünf Jahre Altersheilkunde am Klinikum Landshut

altersheilkunde

Landshut (28.04.2017)  „Hoch lebe die Geriatrie, hoch lebe sie! Heute Abend feiern wir gemeinsam den fünften Geburtstag“: Mit einer eigens getexteten Version des Klassikers „Forever young“ hat der Klinikums-Chor am Dienstag in den Bernlochner Stadtsälen zum Jubiläum gratuliert.

Fünf Jahre Altersheilkunde einschließlich geriatrischer Frührehabilitation – das bedeutet fünf Jahre Spezialisation für Menschen im höheren Lebensalter. Und das bedeutet auch Danke sagen für alle Beteiligten zu danken, die mit Herzblut in der Altersheilkunde des Klinikums mitwirken und mitgewirkt haben.

Es ist ihr Abend: das Team der Altersheilkunde, bestehend aus Ärzten, Pflegern, Therapeuten und anderen Fachkräften.

Foto: Klinikum Landshut

„Heutzutage sprechen unsere Demographen davon, dass wir um die zehn Jahre mehr an Lebenszeit geschenkt

bekommen“, sagte Geschäftsführer Nicolas von Oppen am Dienstagabend in den Bernlochner Stadtsälen. „Als

Klinikum Landshut haben wir den Auftrag diese geschenkte Lebenszeit positiv zu begleiten.“ Durch die

Expertise von Chefärztin Dr. Antonia Kostaki-Hechtel hätte die Altersheilkunde erst ins Leben gerufen werden

können. „Sie sind nicht nur Fachärztin für Geriatrie, sondern auch Diabetologin und Kardiologin. Eine

kompetentere Chefärztin kann man sich nicht wünschen“, so von Oppen. „Im April 2012 war es dann soweit

und die Abteilung wurde eröffnet.“ Das Team bestehend aus Ärzten, Pflegern, Therapeuten und anderen

Fachkräften behandelt Patienten über 75 Jahre, meist sogar über 80 Jahre.

Doch warum ist eine eigene Abteilung für Altersheilkunde so wichtig? „Unsere älteren Patienten sind anders –

durch ihre Symptome und ihre Krankheitsverläufe. Scheinbar harmlose Symptome wie Schwindel und

Schwäche können Hinweise für eine gravierende Erkrankung sein“, erläuterte Dr. Kostaki-Hechtel. Als Beispiel

führte sie aus, dass bei einer Lungenentzündung die Hauptsymptome einer 90-Jährigen ganz anders sein

können als von einem 30-Jährigen. Bei der Behandlung älterer und mehrfach erkrankter Menschen müssten

besonders komplexe Zusammenhänge und Wechselbeziehungen berücksichtigt werden. Oder wie es der

Klinikums-Chor formulierte: „Trotz High-Tech in der Medizin von heut‘, erfordert das Alter ganz besondere

Leut‘.“

Die Chefärztin warf auch einen Blick zurück auf die fünf Jahre: „Wir haben nicht nur eine eigene Hauptabteilung

für Altersmedizin etabliert, sondern auch eine interdisziplinäre Alterstraumatologie. Das Alterstraumazentrum

wurde als erstes in Niederbayern im November 2015 zertifiziert. Im Aufbau befindet sich eine interdisziplinäre

Neurogeriatrie. Wie Sie sehen, entwickeln wir uns hin zu einem Zentrum für Altersmedizin.“

Auch Oberbürgermeister Alexander Putz überbrachte in einem Grußwort seine Glückwünsche an die Abteilung.

„Heute feiern wir den Kindergeburtstag der Altersheilkunde“, sagte Putz, der auch Vorsitzender des

Aufsichtsrates am Klinikum ist. Er betonte, dass die Altersmedizin am Klinikum einzigartig sei in der Region –

und dass sie in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinne. Denn in zirka 20 Jahren werde ein

Drittel der Bevölkerung in Landshut über 60 Jahre alt sein. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war auch der

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Andreas Kruse, dem Institutsdirektor für Gerontologie an der Universität Heidelberg.

Der renommierte Festredner widmete sich in einem tief gehenden und doch kurzweiligen Vortrag dem Thema

„Alter neu denken – Vom Umgang mit Verletzlichkeit und Reife im Alter“.

 

 

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