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Chirurgie am Achdorfer wieder „Deutsches Referenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie“

MIC Auszeichnung AchdorfProf. Dr. Johannes Schmidt und Oberarzt MUDr. Marian Hlavac freuten sich über die Auszeichnung. - Foto: LAKUMED Kliniken

Landshut – pm (07.05.2019) Nur zwölf Krankenhäuser in ganz Deutschland dürfen sich „Referenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie“ (Schlüssellochchirurgie) nennen – eines davon ist das Krankenhaus Landshut-Achdorf. Mit Erhalt der Urkunde vergangene Woche hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) der Chirurgischen Klinik unter der Leitung von Ärztlichem Direktor und Chefarzt Prof. Dr. Johannes Schmidt die dafür erforderliche höchste Qualität der Leistungserbringung wiederholt bescheinigt.

Dank der minimal-invasiven Chirurgie werden heutzutage viele Operationen im Inneren des Körpers (z.B. Galle, Darm, Magen oder Leiste) mit geringstem Gewebeschaden durchgeführt. Über einen kleinen Einschnitt, das sogenannte „Schlüsselloch“, führen Ärzte kleinste chirurgische Spezialinstrumente ein und nehmen mit Hilfe schmaler Kameras die notwendige Operation vor. Für die Patienten liegt der große Vorteil der minimal-invasiven Eingriffe darin, dass durch die kleineren Hautschnitte die Verletzung des Körpers und damit die Schmerzen deutlich geringer sind und so die Genesung insgesamt beschleunigt wird.

Die Chirurgische Klinik I ist auf minimal-invasive Eingriffe spezialisiert und verfügt über einen speziell ausgestatteten Operationssaal. Durch hochauflösende Kameras werden während der Operation alle Vorgänge im Inneren des Körpers genau nachverfolgt. Um Eingriffe für die Patienten noch schonender zu gestalten, wird die SILS-Technik (Single Incision Laparoscopic Surgery) angewandt: Dabei werden auch Operationen, für die zuvor mehrere kleine Hautschnitte durchgeführt werden mussten, durch nur einen einzigen Einschnitt in die Haut vorgenommen.

Basis der Zertifizierung und nun Rezertifizierung zum Referenzzentrum sind die Richtlinien und höchsten Ansprüche an Qualität und Erfahrung der Operateure der DGAV, die über einen längerfristigen Zeitraum erfüllt sein müssen. „Von externen Fachleuten nach intensiver Überprüfung der Patientenbehandlung wiederholt die Qualifikation als Referenzzentrum zu erhalten, ist die höchste Auszeichnung, die sich eine Allgemein- und Viszeralchirurgie wünschen kann“, so Prof. Dr. Johannes Schmidt.

Die Schlüssellochtechnik bei operativen Eingriffen wird seit den 80er Jahren in Deutschland verstärkt angewandt. Prof. Dr. Schmidt, damals noch als Oberarzt an der Universitätsklinik Regensburg tätig, war ein Vorreiter dieser Methode. Laufend erfolgten seither Anpassungen und Weiterentwicklungen der minimal-invasiven Operationstechniken, die heute vor allem bei Eingriffen im Bauch- und Brustraum angewandt werden. In Landshut-Achdorf werden zudem auch in der Tumorchirurgie die minimal-invasiven Operationstechniken eingesetzt. „Vor 25 Jahren wurde diese Technik noch verteufelt – mittlerweile haben die Patienten durch die breite Inanspruchnahme dieser segensreichen Methode das Urteil gefällt: Das schnelle Erholen nach dem Eingriff ist überzeugend“, sagt Prof. Dr. Johannes Schmidt.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die wir als Anerkennung unserer Arbeit und Bestätigung unserer Fachkompetenz empfinden“, so Prof. Dr. Johannes Schmidt. In Deutschland gibt es derzeit lediglich zwölf Referenzzentren für minimal-invasive Chirurgie – die Mehrzahl ist an Universitätskliniken und an Krankenhäusern der Maximalversorgung angesiedelt. „Mit dieser Auszeichnung gehören wir zu einer absolut elitären Gruppe in Deutschland und darauf können wir stolz sein“, so Prof. Dr. Schmidt.

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