
Bild von links oben nach links unten: Jeni Böhm, Theresa Holzhauser, Moon Yung Oh, Ansgar Theis, Sul Bi Yi, Katharina Peschl (Foto: Stadtkirche Landshut)
Landshut - pm (17.02.2026) Am Samstag, 7. März eklingt um 19 Uhr in der Stiftsbasilika St. Martin Landshut Mozarts Requiem sowie Brahms’ „Alt-Rhapsodie“. Unter der Leitung von Stiftsorganistin Jeni Böhm und Kirchenmusikerin Sul Bi Yi aus Germering setzen die Musik an der Stiftsbasilika St. Martin neue Maßstäbe.
Mit Mozarts Requiem sowie Brahms’ „Alt-Rhapsodie“ wird die Brücke zwischen jahrhundertealter Tradition und internationaler Strahlkraft geschlagen. Ziel ist es, die tiefe spirituelle Kraft der Kirchenmusik über die Gemeindegrenzen hinaus in den Fokus der globalen Musikwelt zu rücken.
Namhafte Solisten, der Konzertchor „Capella Vocalis“ sowie das Orchester der Stiftsbasilika St. Martin bringen dieses bedeutende Werk der Kirchenmusik als freundschaftliches Gemeinschaftsprojekt gemeinsam mit dem Chor und Orchester Musica Sacra aus Germering zur Aufführung.
Mozarts Requiem d-Moll KV 626 gehört zu den beeindruckendsten und bewegendsten Werken der Musikgeschichte. Als letztes Werk des Komponisten vereint es tiefe Emotionen, liturgische Tradition und unmittelbare musikalische Wirkung. Die geheimnisvolle Entstehungsgeschichte, Mozarts schwere Krankheit und sein früher Abschied verleihen dem Requiem eine besondere Aura, die bis heute fasziniert. Nach Mozarts Ableben vollendete sein Schüler Franz Xaver Süßmayr das Werk – eine Fassung, die bis heute weltweit gespielt wird. Seit seiner ersten Aufführung nach Mozarts Tod begleitet das Requiem Menschen in Momenten des Gedenkens und der Besinnung und inspiriert bis heute Musikerinnen und Musiker weltweit. Es ist ein Werk, das Trost spendet, die Kraft der Musik erfahrbar macht und Hoffnung schenkt – ein leuchtendes Zeugnis menschlicher Spiritualität und musikalischer Größe.
Brahms’ „Alt-Rhapsodie“, 1870 uraufgeführt und auf Texten aus Goethes „Harzreise im Winter“ basierend, entwirft ein tiefgründiges seelisches Porträt. Die Vertonung fängt existenzielle Sehnsucht nach Trost und innerem Frieden ein und verleiht diesen Empfindungen eine kraftvoll eindringliche musikalische Stimme. In der Verbindung von Alt-SolistinTheresa Holzhauser, die für ihre warme, tiefgründige Stimme bekannt ist, Männerchor und Orchester schafft Brahms ein intensives Wechselspiel zwischen persönlicher Intimität und universeller Emotionalität, das die Zuhörer unmittelbar berührt. Die Musik spiegelt die Spannungen zwischen innerer Unruhe und dem Streben nach Harmonie wider, wobei sowohl die lyrischen Passagen als auch die dramatischen Ausbrüche die ganze Bandbreite menschlicher Empfindungen erfahrbar machen. Besonders die präzise Instrumentation und die expressive Solistin-/Chorfassung tragen dazu bei, dass die Texte Goethes in musikalischer Form neu zum Leben erwachen. Mit ihrem tiefgründigen Ausdruck und der subtilen Dynamik gehört die „Alt-Rhapsodie“ bis heute zu den bedeutendsten Werken der romantischen Kirchen- und Konzertmusik.
Mit einem hochkarätigen Ensemble aus Kirchenmusikerinnen und international tätigen Sängerpersönlichkeiten ist eine eindrucksvolle Interpretation des Konzertprogramms garantiert. Die Gesamtleitung des Konzerts liegt in den Händen von Jeni Böhm die als Dirigentin gemeinsam mit Sul Bi Yi die Ensembles musikalisch zusammenführt. Jeni Böhm, Stiftsorganistin und Chorregentin an der Stiftsbasilika St. Martin, studierte zunächst Komposition in Seoul und anschließend Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2017 prägt sie das kirchenmusikalische Leben in Landshut und setzt als künstlerische Leiterin der Orgelmatineen „Viertel vor Zwölf“ profilierte programmatische Akzente.
An ihrer Seite wirkt Sul Bi Yi, A-Kirchenmusikerin der Stadtkirche Germering und künstlerische Leiterin von Musica Sacra Germering e.V. Auch sie absolvierte ihr Studium der katholischen Kirchenmusik und des Konzertfachs Orgel an der Hochschule für Musik und Theater München und ist Preisträgerin internationaler Orgelwettbewerbe. Eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland ergänzt ihre kirchenmusikalische Arbeit.
Den vokalen Part gestalten profilierte Solistinnen und Solisten: Die Sopranistin Katharina Peschl überzeugt mit einem stilistisch weit gefächerten Repertoire von der Gregorianik bis zur Moderne. Die Mezzosopranistin Theresa Holzhauser, die nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München eine vielfach ausgezeichnete Konzerttätigkeit im In- und Ausland entfaltet. Der Tenor Moonyung Oh, ausgebildetin Seoul und München, ist seit 2011 Mitglied des Chors des Bayerischer Rundfunk und regelmäßig als Solist zu erleben. Komplettiert wird das Ensemble durch den Bariton Ansgar Theis, Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang 2022, ist international im Konzert- und Opernfach gefragt und arbeitet unter anderem mit dem Rundfunkchor Berlin zusammen.
Karten ab sofort ...
Karten können bereits online über den Link OK Ticket https://okticket.de/tickets-w-a-mozart-requiem-j-brahms-alt-rhapsodie-landshut-stiftsbasilika-st-martin-2026-03-07-e54660, Landshuter Zeitung, Männerladen und Musik Kamhuber erworben werden.

