
Am 8. August findet der Weltkatzentag statt.
Bayern - pm (31.07.2025) Anlässlich des Weltkatzentags appelliert das Bündnis Katzenschutz Bayern mit Nachdruck an die Bayerische Staatsregierung, endlich eine landesweite Katzenschutzverordnung zu erlassen. Die bisherige Regelung, den Katzenschutz auf kommunaler Ebene zu regeln, ist gescheitert: Vielfach werden lokale Verordnungen aus nicht tierschutzrelevanten Gründen abgelehnt oder verschleppt.
Leidtragende sind hunderttausende Katzen, die überlasteten Tierheime sowie Tierschützerinnen und Tierschützer im Freistaat.
Die Fakten sind eindeutig: Obwohl Tierschutzvereine laufend Kastrationsmaßnahmen durchführen, leben in Bayern schätzungsweise 300.000 streunende Katzen, die meist krank, unterernährt, von Parasiten befallen und nicht kastriert sind. Dieser Zustand ist kein isoliertes Problem und keine Ansammlung lokal begrenzter Einzelfälle, sondern zieht sich flächendeckend durch alle Landkreise Bayerns. In jeder Region begegnen Tierschützende dem gleichen Elend.
Jede Streunerkatze belegt die Existenz unkontrollierter Katzenpopulationen. Hunderttausende unkastrierte Freigängerkatzen aus Privathaushalten sorgen laufend für unkontrollierten Nachwuchs. „Wer diese Zahlen kennt und weiterhin auf lokale Lösungen setzt, nimmt das Tierleid billigend in Kauf“, sagt eine Sprecherin des Bündnisses. „Es braucht jetzt den politischen Willen, die Verantwortung nicht länger auf Tierschützende und ehrenamtlich Engagierte abzuwälzen. Unsere Kapazitäten sind erschöpft.“
Das Bündnis Katzenschutz Bayern fordert deshalb die Einführung einer bayernweiten Katzenschutzverordnung, die eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Freigängerkatzen umfasst. Die Verantwortung darf nicht weiter auf Tierschützende abgewälzt werden. Außerdem fordert das Bündnis die Einrichtung einer unabhängigen Landesbeauftragten bzw. eines Landesbeauftragten für Tierschutz, um tierschutzpolitische Themen dauerhaft wirksam und unabhängig zu vertreten.
„Tierschutz darf nicht dem Zufall politischer Mehrheiten in Kommunalparlamenten oder der Angst, Wählerinnen und Wähler zu verlieren, überlassen werden“, so das Bündnis weiter. „Wir fordern von der Landesregierung eine klare Entscheidung für einen nachhaltigen, flächendeckenden Katzenschutz in Bayern – und gegen das Wegsehen.“

