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"Energiewende ist in positiver Entwicklung" SPD-Politiker beim Windkraftprojet Postau

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Noch ist die Gondel am Boden

Die bayerische SPD hatte den 20. September zum „Windtag" ausgerufen, um ein positives Signal für den Umstieg auf erneuerbare Energie aus Wind zu setzen. Die populistische Forderung von Ministerpräsident Horst Seehofer, eine „10-H-Regelung" einzuführen, gefährdet den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das habe sogar eine Expertenanhörung im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags im Juli ergeben, berichtete die SPD-Abgeordnete Ruth Müller beim Vor-Ort-Termin in Moosthann, Gemeinde Postau.

Im Landkreis Landshut entsteht in der Gemeinde Postau das erste kommunale Windkraftrad, das vom Kommunalunternehmen der Stadt Vilsbiburg erstellt wird und insofern auch ein „Bürgerwindrad" ist. Wolfgang Schmid, der Leiter der Stadtwerke Vilsbiburg hatte sich am Samstag vormittag Zeit genommen, die Kommunalpolitiker aus den verschiedenen Gemeinden des Landkreises über den Baufortschritt zu informieren und der 2. Bürgermeister Hans Sarcher erläuterte die verschiedenen Bausteine, die die Stadt Vilsbiburg auf dem Weg zur „Klimakommune" bereits unternommen hat.

62 Millionen Kilowattstunden Energie werden pro Jahr in Vilsbiburg verbraucht und davon erzeuge man derzeit 36 Millionen Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien. Mit dem Windrad in Moosthann würden ab November noch einmal 6 Millionen Kilowattstunden jährlich hinzukommen, rechnete Sarcher vor.

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SPD-Kommunalpolitiker besuchten am "Bayerischen Windtag" das Windrad in Moostham, Gemeinde Postau.

Das Windrad, das im Abstand von 750 bis 1400 Metern zur nächsten Wohnbebauung liegt, hat eine Leistung von 3 Megawatt und wird rund 5,1 Millionen Euro Gesamtkosten betragen. Über die 70:30-Regelung profitiert die Standortgemeinde Postau auch von den Gewerbesteuer-Einnahmen des Windrads.

Erstaunt waren die SPD-Kommunalpolitiker aus dem Landkreis, dass während des Besichtigungstermins am Samstag vormittag immer wieder Bürgerinnen und Bürger vorbeikamen, um den Baufortschritt des Windrads zu sehen. „Wir sind sehr froh, dass die Akzeptanz dieser Anlage so hoch ist und hoffen, dass damit auch ein positives Zeichen für weitere Anlagen in unserer Region gesetzt wird", machte 2. Bürgermeister Hans Sarcher aus Vilsbiburg deutlich. Und auch die kurze Realisierungszeit könne den Kommunen Mut machen, denn nachdem die erste Idee aus dem Jahr 2007 mit einem Windrad am Zeilinger Berg an der Bundeswehr scheiterte, kam man im Jahr 2011 auf die Idee, am Moosthanner Standort aktiv zu werden. Im November 2013 wurde der endgültige Beschluss im Stadtrat fast einstimmig gefasst und nun, rund 10 Monate später sehe man der baldigen Fertigstellung entgegen.

„Ich komme hier immer wieder vorbei, um zu schauen, wie es vorangeht", sagte Hans-Jürgen Schott aus Ergoldsbach zu den SPD-Politikern „und freue mich, wenn das Windrad in Betrieb geht, weil es ein Beitrag dazu ist, dass die Atomkraftwerke abgeschaltet werden können". Er sei beruflich in Fukushima gewesen und hätte das Ausmaß der Zerstörung gesehen, welch wunderbare Region nun unbewohnbar sei.

„Wir hätten Fukushima nicht gebraucht, um am Atomausstieg festzuhalten", machte die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller deutlich. Und Karin Hagendorn aus Hohenthann ergänzte, dass sie sich noch sehr gut an ihre Ängste erinnere, als während ihrer Schwangerschaft das Atomunglück in Tschernobyl passiert sei. Ihr Arzt hätte ihr geraten, kein frisches Gemüse aus dem Garten mehr zu essen, um ihr ungeborenes Kind nicht zu schädigen.

„Wir wollen eine dezentrale Versorgung mit Energie und dazu trage der Energiemix aus Sonne, Wind und Wasser bei", so Christine Erbinger. Der Ausbau der Windkraft auch in unserer Region bringe eben auch Wertschöpfung vor Ort. Mit der Entscheidung des Hohenthanner Gemeinderats in der letzten Sitzung gegen einen Bebauungsplan habe man die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt, berichtete Erbinger aus dem aktuellen politischen Geschehen ihrer Heimatgemeinde.

 

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