Cookie Einstellungen

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies, darunter auch Tracking Cookies von Drittanbietern, ein. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Mit Klick auf den Einverstanden-Button erklären Sie sich mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr...

Einverstanden

Rundschau LA Logo

LA-Bowling
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv

Landshuter Delegation mit OB Hans Rampf in der schottischen Partnerstadt Elgin. "Ein Stück Familie"

elgin eins

OB Rampf (links, stehend) zeigte sich beeindruckt von der familiären Atmosphäre beim Begrüßungsabend. Auch Politprominenz aus Westminster war zugegen: Abgeordneter Angus Robertson (2.v.l, stehend), der bayerisch spricht und statt Kilt, auch gerne Tracht trägt, dankte den Mitgliedern der Partnerschaftsvereine.

(05.09.2016) Schottenrock, Dudelsack, Whisky und Loch Ness – das sind wohl die gängigsten Aussagen auf die Frage, was einem beim Begriff Schottland denn spontan so alles einfällt. Frägt man hingegen einen Landshuter, so beinhaltet sein Wortschatz über Schottland in aller Regel auch „Elgin“. Nämlich Landshuts schottische Partnerstadt.

Und dass die rund 25.000 Einwohner zählende Stadt so vieles mehr zu bieten hat, als eine leicht bräunliche Spirituose oder einen mit Karos durchzogenen Rock – letzteren nennt man übrigens Kilt – davon hat sich Oberbürgermeister Hans Rampf vergangenes Wochenende selbst überzeugt. Gemeinsam mit Stadtrat Gerd Steinberger sowie dem stellvertretenden Leiter des Referates 1 und Partnerschaftsbeauftragten der Stadt, Walter Blaschke, reiste Rampf erstmals in seiner bislang zwölfjährigen Dienstzeit in die schottische Partnerstadt. Der besondere Grund für seinen dortigen Besuch war das gemeinsame 60-jährige Partnerschaftsjubiläum, das vor allem eines deutlich machte: die enge und tief verwurzelte Freundschaft zwischen den Landshutern und Elginern.

elgin häuser

Ein echter Gegensatz ob der bunten Häuserfassaden in Landshut: In der rund 25.000 Einwohner zählenden schottischen Partnerstadt Elgin sind großteils grau-bräunliche, mittelalterlich anmutende Häuser aus dem dort weit verbreiteten Baumaterial Sandstein zu sehen.

elgin zwei

Sie dürfen freilich nicht fehlen: Die preisgekrönte „Elgin & District Pipe Band“, die die offiziellen Anlässe mit traditioneller schottischer Musik untermalte.

Elgin geschenke

Als Zeichen der Wertschätzung gab es bei der 60-jährigen Jubiläumsfeier gegenseitig Gastgeschenke. Von links Counciller James Allan; der Vertreter der Queen in Moray, Vice Lord-Lieutenant of Moray James Royan; Convener Allan Wright; OB Hans Rampf; Alastair Rossetter; Schatzmeister Ian Gibb und Martin Jackermeier.

2000 Kilometer weit weg und 60 Jahre alt: Landshuts schottische Partnerstadt Elgin ist die am weitesten entfernte und die am längsten bestehende Partnerschaft; sie ist sogar eine der ältesten in ganz Deutschland. 1956 wollten die Vertreter beider Städte ein deutliches Zeichen setzen, um die Nachkriegszeit zu bewältigen und zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker beizutragen: Ein Versprechen, das bis heute währt. Und das bekam die Landshuter Delegation gleich bei der Ankunft am Freitagnachmittag förmlich zu spüren.

„Pittoreske, menschenleere weite Landschaften wie im Bilderbuch“

„Aufgeschlossen, herzlich, humorvoll, gastfreundlich und gesellig – sind wohl nur einige Eigenschaften, die auf die Elginer Freunde zutreffen.
Die quasi Rundum-Wohlfühl-Betreuung startete bereits am Aberdeener Flughafen, der circa 100 Kilometer von Elgin entfernt liegt. Mit Koffern beladen und kaum raus aus der Tür, fuhr bereits Alastair Rossetter, der Vorsitzende des
Partnerschaftsvereins „Elgin-Landshut Twintown Association“, kurz Elta, mit einem Bus vor, auf dem die Aufschrift „Moray Council“ zu lesen war. Kleiner Exkurs: Moray ist einer von 32 Verwaltungsbezirken in ganz Schottland und umfasst 24 Orte beziehungsweise Städte, darunter Elgin, die mit rund 25.000 Einwohner die größte Stadt in Moray ist.
Doch zurück zur Ankunft der Landshuter Delegation: Begleitet wurde Rossetter von Counciller James Allan, der -rechterseits- am Steuer saß – ein Berufspolitiker, der sich ehrenamtlich um die Partnerschaftsverbindungen kümmert. „Nach rechts schauen“, warnte Rossetter noch schnell die Landshuter Delegation, die auf dem Weg zum Bus gerade dabei war, eine Straße zu queren. Dortzulande herrscht nämlich Linksverkehr, was Oberbürgermeister Hans Rampf, Steinberger und Blaschke schließlich das ganze Wochenende eine regelrechte Umgewöhnung abverlangte; ganz zu schweigen von den Kreisverkehren und nicht zu vergessen – das Einsteigen als Beifahrer, das meist noch eine halbe Ehren-Runde um die Motorhaube herum zur Folge hatte. Auf der circa eineinhalbstündigen Fahrt nach Elgin bekam die Landshuter Delegation einen ersten Eindruck von Schottland.
Kilometerweite bewirtschaftete Felder drängten sich dicht an dicht aneinander, menschenleer, hie und da grasten Schafe, Ziegen, Rinder, Windräder ragten am Ende des Horizonts hervor, dicht bewachsene sattgrüne Wiesen und Wälder kreuzten wiederum gerstenbewachsene Flächen – und das kilometerlang, im ständigen Wechsel: „Was für eine unglaublich malerische Landschaft. Als ob die Zeit stehen geblieben wäre“, sagte Rampf beeindruckt.
Dass Schottland, vor allem Moray, auch das Land des Whiskys ist, ließen nicht nur die weiten Getreidefelder erahnen, es machten vor allem auch die Hinweis-Schilder „Welcome to Moray. Malt Whisky Country“ auf die zahlreichen Brennereien aufmerksam – allein in Moray gibt es davon wohl an die 60, unter anderem die bekannte Destillerie „Glenfiddich“ unweit von Elgin.
Kurz vor dem Ziel Elgin reihten sich mehr und mehr grau-bräunliche, mittelalterlich anmutende Häuserfassaden aus dem in England und Schottland weit verbreitetem Baumaterial Sandstein aneinander – für Oberbürgermeister Hans Rampf ein echter Gegensatz ob der gewohnt bunten Fassaden in seiner Stadt. Doch trotz der architektonischen Unterschiede – ein klein wenig Heimatgefühl kam bereits bei der Einfahrt in die schottische Partnerstadt auf, die ein weiteres großes Schild mit der Aufschrift „Twinned with Landshut“ schmückte. Und dieses Heimatgefühl trotz weiter Ferne wurde beim anschließenden Begrüßungsabend, einen Tag vor der eigentlichen Jubiläumsfeier, im „Mansion House“ verstärkt.

„Schottenröcke und Dudelsäcke“ treffen auf „Janker und Dirndl“

Denn vor der dortigen beindruckenden Kulisse einer burgähnlichen Anlage – mit musikalischer Untermalung durch die preisgekrönte „Elgin & District Pipe Band“ – gesellten sich zu „Schottenröcken und Dudelsäcken“ Trachtenjanker und Dirndl. Vor allem bekannte Gesichter trafen Rampf, Steinberger und Blaschke an – nämlich rund 40 Landshuter des Partnerschaftsvereins Landshut-Elgin mit dem Vorsitzenden Martin Jackermeier. Auch Stadträtin und Vereinsmitglied Dr. Maria Fick befand sich unter den rund 100 Gästen. Die Vereinsgruppe reiste bereits wenige Tage zuvor mit dem Bus an.
„Alleine, dass Sie hier sind, zeigt, dass Sie viel Wert auf unsere Partnerschaft legen“, betonte der Vorsitzende des Elginer Partnerschaftsvereins Alastair Rossetter in seiner Ansprache. Wieviel Mühe sich die Elginer Freunde gemacht hatten, um den Landshutern einen schönen Empfang zu bereiten, zeigte sich schon bei der Tischdekoration. Da lagen mit dem Vereinssymbol zum 60-jährigen Jubiläum bedruckte Servietten, liebevoll gestaltete Tischkärtchen und Präsente.

Auch was die Politprominenz anbelangt, scheuten die Elginer keine Mühen. Neben Convener Allan Wright, politischer Vorsitzender und Verwaltungsvorsitzender des Moray Council, bereicherte Angus Robertson, mit seiner Rede den Abend. Ein waschechter schottischer Politiker, der als Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der Scottish National Party, kurz SNP, im Parlament von Westminster sitzt. Das Besondere: Er sprach perfektes Deutsch, und Bayerisch war für ihn auch kein Problem. Seine Deutschkenntnisse habe Robertson, wie er sagte, seiner Mutter zu verdanken, die aus Berlin stamme. Der gebürtige Engländer lebte zudem aus beruflichen Gründen zehn Jahre lang in Österreich. In seiner Rede sprach Robertson von einer „gelebten und echten Freundschaft“ zwischen Landshut und Elgin. Er wies auf die engen persönlichen Verbindungen hin, die sich unter anderem in der privaten Unterbringung der Landshuter Freunde in den jeweiligen Gastfamilien widerspiegeln. Das bestätigte auch Oberbürgermeister Hans Rampf: „Die gegenseitige Zuneigung und familiäre Atmosphäre der Mitglieder untereinander sei deutlich zu sehen und zu spüren.“
„Ich danke allen, die geholfen haben, diese Partnerschaft über ein halbes Jahrhundert lang zu erhalten und mit Leben zu füllen“, betonte der Abgeordnete: „Diese Freundschaft bedeutet uns sehr viel.“ Seinen humorvollen und souveränen Beitrag rundete er mit einer „guten alten schottischen Weisheit“ ab. „Möge die Freundschaft sein wie ein Kilt: Nicht nur kurz genug, um interessant zu bleiben, sondern lang genug, um dezent zu sein.“ Seine Wertschätzung gegenüber den niederbayerischen Freunden brachte Robertson mit einer weiteren Geste zum Ausdruck: Statt in Kilt-Tracht, kam der Schotte in Janker-Pracht.

Lady Hill, Landshut Bridge, Haggis und Co.

Und die Begeisterung der Landshuter Delegation über Elgin nahm am darauffolgenden Tag beim vormittäglichen Stadtrundgang weiter Fahrt auf und zog sich dann wie ein roter Faden durch das Restwochenende. Besonders Rampf und Steinberger waren gespannt auf die Führung von Bob Stewart – ein ehemaliger leitender Mitarbeiter des „Moray Council“ – denn für sie war es der erste Besuch in der schottischen Partnerstadt. Für die erste Sehenswürdigkeit musste die Delegation einen Hügel erklimmen – die Belohnung für den sportlichen Einsatz folgte sogleich mit einem Panoramablick über die gesamte Stadt. Gestartet wurde nämlich beim „Duke of Gordons Monument“ – ein Denkmal, das auf dem sogenannten „Lady Hill“ über ganz Elgin thront. Die passende Anekdote, warum der Hügel den Namen „Lady Hill“ trägt, was übersetzt Frauenhügel heißt, sorgte für schmunzelnde Verwunderung bei den Landshuter Herren: Im Mittelalter erhielten „unzüchtige“ Damen eine Strafe, die da lautete, an dieser Stelle einen Eimer Erde aufzuschütten. Vor allem die Höhe des Hügels ließ schließlich fragende Gesichter zurück. Weiter ging es über die High Street mitten im Stadtkern hin zum imposantesten Bauwerk der Stadt – der „Elgin Cathedral“. Für Rampf, Steinberger und Blaschke ein städtebauliches Erlebnis ganz besonderer Art: Im 13. Jahrhundert gegründet und im Volksmund „die Leuchte des Nordens genannt“, war sie einst die größte Kathedrale Schottlands. Infolge der Reformation wurde sie großteils zerstört, sodass heute nur noch imposante Überreste diesen Prachtbau von einst erahnen lassen. Auch ein Gang über die „Landshut Bridge“ durfte freilich nicht fehlen, die vor zwei Jahren gemeinsam mit den Landshuter Freunden ihrer Bestimmung übergeben wurde. Die Brücke überquert den Fluss Lossie und wurde im Zuge der Hochwasserfreilegung gebaut. Dass „Elgin eine geschichtsträchtige Stadt mit ganz besonderem Flair und einer stolzen Vergangenheit ist“, schwärmte der Oberbürgermeister bei einem weiteren besonderen Programmpunkt: Einem Abendessen, zu der die Familie Rossetter geladen hatte, und bei dem die Delegation in den Hochgenuss der landestypischen Spezialität „Haggis“ kommen durfte.

Partnerschaft der Superlativen feiert diamantene Hochzeit

Das Herzstück der Reise, der Festakt zum 60-jährigen Jubiläum, verdeutlichte nochmals den hohen Stellenwert, den die Elginer dem Besuch der Landshuter Freunde beimessen. Die Feier fand an einem für die Elginer wirtschaftlich bedeutendem Ort statt „Johnstons Cashmere“. Das Kaschmir-Unternehmen, das 1797 gegründet wurde, hat Erfolgsgeschichte geschrieben und ist weltweit bekannt für seine qualitativ hochwertigen Produkte. Traditionsgemäß spielte die „Elginer & District Pipe Band“ zum Auftakt, während sich die vielen Gäste im Innenhof sammelten. Unter ihnen die tragenden Säulen dieser tiefen Partnerschaft: die damals erste Vorsitzende Lorna Paterson und der langjährige Vereinsvorsitzende auf Landshuter Seite, Harald Bauer. Auch, wenn es eine Zeit lang gedauert habe, so Oberbürgermeister Hans Rampf, freue es ihn umso mehr, dass er nun in seiner Amtszeit noch die Gelegenheit erhielt, Elgin persönlich zu besuchen.

Dass die Stadt und die Landschaft so anders seien, als Landshut und Niederbayern, mache den gegenseitigen Austausch und die Besuche umso reizvoller, sagte er. Weiter brachte er seine große Freude darüber zum Ausdruck, dass „diese geknüpfte Verbindung und die persönlichen Freundschaften über diese lange Zeit, die fast ein Menschenleben umfasst, bis heute andauern“. Die Partnerschaft sei vor allem auch reich an symbolischen Bezeugungen der Freundschaft. Als Beispiel nannte Rampf die Elgin-Brücke in Landshut und die Landshut-Bridge in Elgin. „Doch natürlich sind es die Menschen, die die Städtepartnerschaft seither mit Leben füllen“, betonte Rampf. In diesem Zusammenhang hob der Oberbürgermeister die derzeitigen Lotsen der Partnerschaft um die Vereinsvorsitzenden Alastair Rossetter in Elgin und Martin Jackermeier in Landshut – der laut Rampf im vergangenen Jahr „das Ruder vom langjährigen hochverdienten Vorsitzenden Harald Bauer übernommen hat“ – hervor. „Ich kann die vielen Aktiven, dich sich über die Jahre für das Gelingen engagiert haben, nicht aufzählen, doch ich danke Ihnen allen herzlich, denn die Verständigung der Völker ist derzeitig nötiger denn je.“ Auch Convener Alan Wright schlug in dieselbe Kerbe: Er verglich das Jubiläum mit einer „diamantenen Hochzeit“ und dankte den Vereinen und ihren Mitgliedern „für die unermesslich wertvolle Pflege dieser so bedeutenden Partnerschaft“, so Wright: „Möge diese tiefe Freundschaft weiterhin blühen und gedeihen.“

Vogginger

Wetter Landshut

Heute 10°C
Morgen 13°C
04.04.2026 14°C
© Deutscher Wetterdienst
Winterauktion 2024
Mit welcher Schulnote bewerten Sie den Landshuter ÖPNV?
Vogginger

rundschau Leserstatistik

Rundschau Leserstatistik

Vogginger

Die Top 9 aus 49 Tagen

  • OB-Stichwahl: Ergebnisse ab 18 Uhr live und online
  • Hier gibt es die Ergebnisse zur Wahl - live und online
  • Stellungnahme zu Gerüchten rund ums Krankenhaus Vilsbiburg
  • Auto steht in Tiefgarage in Vollbrand - Gebäude komplett evakuiert
  • Brennende Damenhandtasche in City-Center-Tiefgarage
  • Am Donnerstag legt ver.di-Streik Landshuts Busse lahm
  • LA-Regio Kliniken: Fakenews zum Krankenhaus Vilsbiburg
  • Dienstag bis Donnerstag Streik bei Bus, Tram und U-Bahn
  • OB-Stichwahl: Dr. Thomas Haslinger und Christoph Rabl sind gesetzt
Winterauktion 2024

rundschau24

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Transparenzverordnung

rundschau 24 unterstützen

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft die Arbeit der landshuter rundschau via PayPal zu unterstützen.

Copyright © 2018 Landshuter Rundschau. All Rights Reserved. Created by Landshuter Rundschau
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv