Landshut (08.09.2016) Das Statistikbuch der Stadt ist immer wieder für Überraschungen gut. So kann man dort auf Seite 41 bei der Entwicklung der Einwohnerzahlen von 1840 (erst 12.119 Einwohner) bis heute (knapp 70.000 Einwohner) feststellen, dass Landshut in den ersten zwölf Amtsjahren von Josef Deimer - also von 1970 bis Ende 1981 - nicht um einen einzigen Einwohner gewachsen ist, sondern sogar 2.152 Einwohner verloren hat.
Und das, obwohl 1972 die Eingliederung der Gemeinde Schönbrunn erfolgte und 1974 die Eingliederung der Gemeinde Frauenberg und kleinere Teile der Gemeinden Ergolding und Altdorf.
Zum Vergleich: In den fast zwölf Jahren der bisherigen Amtszeit von Hans Rampf (seit 1.1.2005) hat Landshut um fast 9.500 Einwohner zugenommen. Zum Amtsantritt von Rampf hatte Landshut erst 60.545 Einwohner. Warum ist Landshut die ersten beiden Amtsperioden von Josef Deimer, der im Alter von 33 Jahren Oberbürgermeister wurde, so sehr geschrumpft?
Auch in den letzten zwölf Jahren der Amtszeit von Josef Deimer (1993 bis 2004) ist die Stadt nur um 514 Einwohner gewachsen, von 60.031 auf 60.545 und das trotz Wiedervereinigung (Zuzug aus der ehemaligen DDR), Boom der Flughafenregion, BMW-Expansion, Hochschule usw.
Der Landkreis Landshut hat dagegen in der Amtszeit von Josef Neumeier (1990 bis 2002) um fast 20.000 Einwohner zugelegt. Unter Landrat Josef Eppeneder (2002 bis 2014) hat sich der Zuwachs des Landkreises bzw. der 35 Landkreisgemeinden sehr deutlich verringert. Der Zuwachs ist geringer als gleichzeitig im Landshuter Stadtgebiet. /hs

