Landshut (21.10.2016) Für die Stichwahl am Sonntag, 23. Oktober, wurden bis heute, Freitag (10.30 Uhr) nur ca. 200 Briefwahlunterlagen mehr, exakt 7760 - abgeholt als bei der ersten Wahl am 9. Oktober (7.546) . Das lässt auf eine kleine Zunahme der Wahbeteiligung am Sonntag schließen. Zuletzt waren es ja nur 46,34 Prozent. Nur 25.000 der 54.500 wahlberechtigten Landshuter gingen wählen.
Alle vier OB-Kandidaten haben die miserable Wahlbeteiligung am Wahlabend des 9. Oktober bedauert. Bei der letzten OB-Wahl von Hans Rampf 2010 betrug die Wahlbeteiligung 50.68 %, bei der letzten OB-Wahl von Josef Deimer gingen noch 68,91 % zur Wahl. Die Briefwahl endet im übrigen heute, Freitag, um 15 Uhr im Rathaus II, Luitpoldstraße.
Das Auszählen der Stimmen in den 60 Wahllokalen ist am Sonntag, 18 Uhr, öffentlich. Im großen Sitzungssaal des Rathauses kann man erneut wieder mitverfolgen, wie die einzelnen Ergebnisse eintreffen. Schon zehn Minuten nach 18 Uhr ist mit ersten Teilergebnissen zu rechnen.
Die meisten Wahlbeobachter gehen davon aus, dass es bei der Stichwahl weitaus weniger Stimmen in Erinnerung an die verstorbene OB-Kandidatin der Landshuter Mitte, Prof. Dr. Goderbauer-Marchner, geben wird. Der Wahlkampf der beiden Stichwahl-Kandidaten ist denn auch die letzten Tage direkter und persönlicher geworden. Heute und morgen, Samstag, sind beide Kandidaten noch an Infoständen aktiv.
Der OB-Wahlkampf hat ansonsten häufig den Eindruck vermittelt, die Richtlinien der Rathauspolitik würde einzig und allein der jeweilige Oberbürgermeister im Alleingang bestimmen. Nein, er ist der Chef der Rathausverwaltung und Leiter der Stadtratssitzungen, wo er auch nur eine Stimme hat wie jeder der 44 Stadträte. Entscheidend ist immer noch die Mehrheiten im 44-köpfigen Stadtrat. Da gilt vor allem für alle großen und wichtigen Entscheidungen der Stadtpolitik. Auch die 2. und 3. Bürgermeister haben jeweils nur eine Stimme. Sie sind im übrgen bis zum 2020 gewählt. Egal wer neuer OB wird, sie bleiben. /hs

