Landshut (26.11.2016) Ein Dringlichkeitsantrag der Stadträte Thomas Haslinger, Karina Habereder und Bernd Friedirch sorgte am Freitagnachmittag in der Vollsitzung des Stadtrats für eine längere und kontroverse, ja teils sogar hitzige Debatte nach einem halbstündigen Vortrag des Sachverhalts durch Stadtwerkechef Armin Bardelle. Tatsache ist, die Kosten sind seit dem ersten Businessplan 2011 (mit 23 Millionen Euro) bis heute auf ca 57 Millionen Euro davongelaufen. Weitere 17 Millionen Euro Kosten sind bis 2021 zu erwarten. Unter den Zuhörern war auch der künftige Oberbürgermeister Alexander Putz.
Mit einer Amortisation des Gesamtprojekts ist jetzt erst frühenstens ab 2031 bis 2040 zu rechnen. Ehemals wurde eine amortisation schon ab 2016/17 und zuletzt (vor wenigen Wochen) ab 2021 in Aussicht gestellt. Das hat nicht wenigen Stadträten die Sprache veschlagen. Dennoch steht die große Mehrheit der 44 Stadträte zu diesem energiepolitischen Mammutprojekt. Stadtrat Ludwig Zellner (CSU) erwies sich als schärfster Kritiker. Er sprach von einem "Moloch, einem finanziellen schwarzen Loch". Da müsse man fragen, ob das noch sinnvoll sei und der CSU-Stadtrat wollte wissen, ob man anfangs (2011) mit falschen Zahlen, Daten und Fakten verführt worden sei. - Bericht folgt.

