Landshut (27.11.2016) Wie funktionieren Heimatkrimis? Warum sind sie eigentlich gerade so populär? Gibt es Traditionen und Muster? Für wen sind sie geschrieben? Kann man etwas aus ihnen lernen? Und wie steht's um die künstlerische Qualität des Genres? Um solche und ähnliche Fragen soll es beim Gespräch zwischen Dirk Niefanger (Foto), Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, und dem Autor und freien Journalisten Christian Muggenthaler gehen.
Dabei verstehen sich der Literaturwissenschaftler und der Literaturkritiker keinesfalls als abgehobene Fachleute, sondern immer auch als passionierte Krimileser mit deutlichem Interesse für die Region, in der sie leben. Natürlich kann sich das Publikum gerne am Gespräch beteiligen.
Anmerkung der Redaktion: Man darf gespannt sein, ob heute der Referent selbst oder jemand aus dem Publikum bereit ist, dem ebenso provokanten wie prominenten Referenten Denis Scheck (Foto) der Eröffnungsveranstaltung im Prunksaal des Rathauses (5.11., 17 Uhr) vor 450 Besuchern, zu widersprechen, der Regionalkrimis als "die Pest in der Literatur unserer Tage" grinsend abqualifiziert hat. Scheck legte noch nach: "Blöderes hat in den letzten Jahrzehnten kaum den künstlerischen Horizont verdunkelt." Es gab keinen Aufschrei gegen die nicht frei gehaltene, sondern Wort für Wort abgelesene Rede des "messerscharfen Kritikers" (Ankündigungstext) Denis Scheck. Keiner hat aus Protest oder Solidarität mit den Heimatkrimi-Autoren den Prunksaal verlassen. /hs
Einttitt : 6 Euro.

