
Landshut (23.12.2016) Kurz nach 12 Uhr war heute, Freitag (23.12.) Schluss im Bausenat. Das war die 221. Sitzung in der zwölfjährigen Amtzeit von Oberbürgermeister Hans Rampf und seine letzte im altehrwürdigen Sitzungssaal des Rathauses. 13 Tagesordnungspunkte wurden noch abgearbeitet. Leiter und Moderator aller Sitzungen des Bausenats war stets OB Hans Rampf selbst., zumeist flankiert von Rechtdirektor Harald Hohn (war heute nicht dabei) und Bauamtsleiter Johannes Doll. Sofort nach dem öffentlichen Teil der Sitzung meldete sich 3. Bürgermeister Erwin Schneck zu Wort und hielt ein kurze Laudatio. Nur einige wenige Zuhörer und Besucher waren da noch anwesend, darunter auch der künftige OB Alexander Putz. Ein Glas Sekt sollte es schon sein zum Finale. Ob Rampf öffnete die erste Flasche selbst.
Vom Bausenat waren noch folgende Stadträte anwesend: Manfred Hölzlein, Rudolf Schnur und Anke Humpeneder-Graf (alle CSU), Tilmann von Küpach (LM), Bernd Friedrich (BfL), Gerd Steinberger (SPD), Stefan Gruber (Die Grünen), Elke März-Granda (ÖDP) und Ewin Schneck (FW). Ein Glas Sekt mehr nicht, dann mussten Zuhörer und Pressevertreter gehen und es folgte noch ein nichtöffentlicher Sitzungsteil.
Und was folgt danach? - Optionen ...
Die Amtszeit von OB Hans Rampf dauert noch bis Samstag, 31.12.2016 (Silvester) - 24 Uhr. Dann ist definitv Schluss. Am Montag, 26. Dezember, wird Rampf noch um 11.30 Uhr 40 Trucker mit Hilfsgütern auf die Reise nach Albanien, Bosnien und Rumänien schicken. Bei Landrat Peter Dreier hat er sich bereits offiziell verabschiedet. Vier Arbeitstage sind es also noch bis Freitag. Nach eigenem Bekunden will sich der pensionierte Rathauschef auch künftig nicht ganz aus der Politik verabschieden. Er will sogar Plenarsitzungen von der Zuschauertribühne aus mitverfolgen und nicht zuletzt in seiner CSU aktiv kreativ bleiben. Der 68-jährige kann für andere hohe Ämter kandidieren, für den Landtag oder den Bezirkstag, ja auch 2020 für den Stadtrat.
Hans Rampf könnte sogar - rein theoretisch - als Stadtrat dann 2. oder 3. Bürgermeister werden. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass seine Tochter Astrid, die alle McDonald's-Filialen leitet, 2020 zum Stadtrat kandidiert. Bei der CSU stehen zudem im Frühjahr Neuwahlen an. Es gibt nicht wenige in der C-Partei, die sich Hans Rmapf als neuen Parteichef wünschen, denn er sei der einzige, der eine Aussöhung bzw. Wiedervereinigung der drei Gruppierungen (CSU-Fraktion, Landshuter Mitte und Junge Liste) herbeiführen könne, um 2020 mit einer schlagkräftigen CSU-Kandidatenliste (44) sowie einem profilierten (jüngeren) OB-Kandidaten die Mehrheit im Stadtrat und vor allem auch die OB-Position zurückzuerobern. /hs - Foto Hermann Schnall

