
Landshut (24.03.2017) Der Planungsbeirat der Stadt, dem neben Stadträten aus allen Fraktionen vor allem auch namhafte freie Architekten angehören, behandelte am Donnerstagnachmittag im Rathaus in einer mehr als zweistündigen öffentlichen Sitzung drei geplante Großprojekte. Das war einmal der Ersatzneubau der Pestalozzischule (siehe Grafik, rechter Teil) mit Generalsanieurng der bestehenden Turn- und Schwimmhalle (ganz rechts in der Grafik) in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hans-Leinberger-Gymnasium (links), das ja derzeit und noch die nächsten Jahre mit über 23 Millionen Euro generalsaniert wird.
Bauherr der Pestalozzischule ist die Lebenshilfe Landshut e.V.. Deren Geschäftsführerin (Dr. Omari) war bei der Sitzung mit dabei. Die Planungsgesellschaft Peter und Michael Wacker aus Nandlstadt stellte die Baupläne vor. Danach gab es vor allem um den sehr langen Baukörper und die angrenzenden Parkplätze und Zuwegungen eine längere Debatte. Da ist wohl noch einiges zu korrigieren. Auch Stadträte beteiligten sich lebhaft an der Aussprache. Die Zeit drängt andererseit, weil für die betehende Pestalozzischule im Juli 2018 die Genehmigung abläuft. Sie wird nach Fertigstellung der neuen Förderschule mit schulvorbereitenden Eirnichtungen und heilpädagogischer Tagesstätte (insgesamt 6.375 qm Geschossfläche) abgerissen.
Kaum weniger lebhafft wurde von den Sitzungsteilnehmern das Wohnbauprojakt Loretokloster am Marienplatz für gut 50 Wohnungen plus Tiefgarage debattiert. Die Gesamtwohnbaufläche beträgt ca. 4.000 qm. Ein Projekt in sieben Häusern, das von Architekten der Schloss Mering GmbH vorgestellt wurde. Ein Teil der alten betehende Kloster-Gebäude wird dabei saniert und in das Gesamtkonzept integriert. Die Geamtkosten dürften sich für dieses Vorhaben auf 15 bis 20 Millionen Euro belaufen.
Besondere Aufmerksamkeit fand schließlich die Vorstellung eines brandneuen mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage an der Luitpolstraße 71, direkt gegenüber dem sog. Luitpoldcenter, wo ja die Landshuter Tafel und eine umstrittene Spielhalle etabliert werden sollen. Das neue Projekt wurde vor allem von den Architekten kritisch hinterfragt. Vorgestellt wurde es vom Achitekturbüro Markus Riemann, Landshut. Bauherr ist die D-A.S. GmbH, Ottostraße, Landshut.
Das letzte Wort hat bei allen drei Großprojekten der Bausenat. Immerhin ein Gesamtvolumen von gut 40 Millionen Euro, die von privaten Bauherren und von der Lebenshilfe (neue Pestalozzischule) aufgebracht werden. /hs

