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Stadt-Pressemitteilung: Nachlese zu Ergebnissen in den Stadtteilen. Wo ist welche Partei stark? Aber: AFD in Kita Kastanienburg mit 30,6.% vor der CSU

Landshut (25.09.2017) In einer weiteren Pressemitteilung schickt die Presseabteilung der Stadt heute eine "Nachles" zur Bundestagswahl: Die Resultate in den einzelnen Stadtteilen. "AfD in Wolfgang besonders stark – SPD in am Berg nur knapp zweistellig – Grüne punkten in der Altstadt – Süden bleibt FDP-Hochburg – Linke legt zu - Die CSU erreicht nirgendwo über 40 Prozent. Aber. Im Wahllokal Kita Kastanienburg bekam die AfD mit 30,6 % mehr Zweitstimmen als die CSU.

Dem Bundes- und Landestrend folgend, hat sich die politische Landkarte bei der Bundestagswahl am Sonntag auch in Landshut deutlich verändert. Das wird bei einer Analyse der Zweitstimmen-Ergebnisse nach Stadtteilen besonders deutlich. Die CSU, einst mit Resultaten von 50 Prozent plus x verwöhnt, kam diesmal in keinem der elf Stadtteile über die 40-Prozent-Marke und musste sich insgesamt mit 35,1 Prozent begnügen. Noch härter trifft es die SPD, die überall weit unter der 20-Prozent-Grenze blieb, im Stadtteil Berg sogar nur knapp zweistellig wurde und in der Endabrechnung auf 13,7 Prozent abrutschte.

Den Sozialdemokraten ganz nahe gekommen ist die AfD: Sie holte 13,0 Prozent – und kratzte in ihrer Hochburg Wolfgang an der „Schallmauer“ von 20 Prozent (19,1). Nur wenige Zehntelpunkte hinter der AfD überquerte die FDP als Vierter die Ziellinie: Die Liberalen fuhren insgesamt 12,8 Prozent ein, wobei sie insbesondere im Stadtsüden besonders gut abschnitten.

Die Grünen wiederum verbuchten unterm Strich 10,7 Prozent der Zweitstimmen mit dem besten Ergebnis in der Altstadt (14,5 Prozent).

Zweitstimmen-Ergebnisse der im Bundestag vertretenen Parteien in den Stadtteilen:

CSU: Erdrutschartige Verluste mussten die Christsozialen in sämtlichen Stadtteilen hinnehmen. Besonders tief nach unten ging es in Schönbrunn sowie Peter und Paul: Mit 30,5 beziehungsweise 31,0 Prozent fuhr die CSU dort ihre schlechtesten Ergebnisse ein. Noch verhältnismäßig gut lief es in der Münchnerau (38,9 Prozent) und im Stadtteil Berg (38,5 Prozent). Auffällig ist zudem, dass die CSU bei den Briefwählern mit 38,3 Prozent deutlich besser abschnitt als in den Urnenwahllokalen.

Die CSU-Ergebnisse in den Stadtteilen:

Altstadt 31,2 Prozent

Nikola 31,7 Prozent

West 35,8 Prozent

Wolfgang 32,8 Prozent

Industriegebiet 34,9 Prozent

Peter und Paul 31,0 Prozent

Schönbrunn 30,5 Prozent

Frauenberg 34,0 Prozent

Berg 38,5 Prozent Achdorf 33,5 Prozent

Münchnerau 38,9 Prozent

Briefwahl: 38,3 Prozent

SPD: Die SPD holte ihre besten Stadtteil-Ergebnisse in Nikola (16,8 Prozent) und im Industriegebiet, wo 16,1 Prozent der Wähler den Sozialdemokraten ihre Zweitstimme gaben. Besonders schwach fiel das Resultat der SPD im Stadtteil Berg aus, wo sie es lediglich auf 10,9 Prozent brachte und hinter CSU, FDP und Grünen nur auf Rang vier landete. Nach unten gezogen wurde das Ergebnis auch durch die Briefwähler, die nur zu 12,3 Prozent die SPD ankreuzten.

Die SPD-Ergebnisse in den Stadtteilen:

Altstadt 13,7 Prozent

Nikola 16,8 Prozent

West 13,8 Prozent

Wolfgang 14,4 Prozent

Industriegebiet 16,1

Prozent Peter und Paul 15,9 Prozent

Schönbrunn 15,1 Prozent

Frauenberg 15,8 Prozent

Berg 10,9 Prozent

Achdorf 13,0 Prozent

Münchnerau 11,8 Prozent

Briefwahl: 12,3 Prozent

AfD: In vier der elf Stadtteile sicherte sich die AfD den zweiten Platz: Wolfgang (19,1 Prozent), Schönbrunn (17,7 Prozent), Industriegebiet (16,7 Prozent) und in der Münchnerau (15,7 Prozent). Einzig in der Altstadt blieb die Partei mit 9,6 Prozent knapp einstellig. Unterdurchschnittlich schnitt die AfD auch bei den Briefwählern ab, von denen sie nur 10,2 Prozent erhielt.

Die AfD-Ergebnisse in den Stadtteilen:

Altstadt 9,6 Prozent Nikola 15,3 Prozent

West 13,0 Prozent Wolfgang 19,1 Prozent

Industriegebiet 16,7 Prozent Peter und Paul 14,7 Prozent

Schönbrunn 17,7 Prozent Frauenberg 15,2 Prozent

Berg 10,5 Prozent Achdorf 11,9 Prozent

Münchnerau 15,7 Prozent

Briefwahl: 10,2 Prozent

FDP: Wie schon bei der Wahl von Alexander Putz zum Oberbürgermeister im Oktober 2016 holte die FDP auch diesmal im Stadtsüden besonders viele Stimmen: Am besten lief es für die Liberalen im Stadtteil Berg (16,4 Prozent) und in Achdorf (14,4 Prozent), wo es jeweils zum zweiten Rang hinter der CSU reichte. Dagegen blieb die FDP in Nikola (9,7 Prozent) und im Industriegebiet (9,9 Prozent) knapp unter der 10-Prozent-Marke. Bei den Briefwählern schnitten die Liberalen mit 14,1 Prozent überdurchschnittlich ab.

Die FDP-Ergebnisse in den Stadtteilen:

Altstadt 13,7 Prozent

Nikola 9,7 Prozent

West 12,7 Prozent

Wolfgang 10,2 Prozent

Industriegebiet 9,9 Prozent

Peter und Paul 12,4 Prozent

Schönbrunn 11,5 Prozent

Frauenberg 12,1 Prozent

Berg 16,4 Prozent

Achdorf 14,4 Prozent

Münchnerau 10,6 Prozent

Briefwahl: 14,1 Prozent

Grüne: Die Altstadt bleibt für die Grünen ein gutes Pflaster: Dort fuhr die Partei mit

14,5 Prozent nicht nur ihr stadtweit bestes Ergebnis ein, sondern sicherte sich hinter

der CSU auch den zweiten Platz. Dagegen blieben die Grünen in sieben der elf

Stadtteile einstellig – wobei sie im Industriegebiet (7,5 Prozent) und in Münchnerau

(7,9 Prozent) besonders schwach waren. Bei den Briefwählern verbuchte die Partei

mit 11,0 Prozent ein etwas besseres Resultat als insgesamt.

Die Grünen-Ergebnisse in den Stadtteilen:

Altstadt 14,5 Prozent

Nikola 9,5 Prozent

West 11,4 Prozent

Wolfgang 8,7 Prozent

Industriegebiet 7,5 Prozent

Peter und Paul 9,3 Prozent

Schönbrunn 9,9 Prozent

Frauenberg 9,8 Prozent

Berg 13,7 Prozent

Achdorf 12,8 Prozent

Münchnerau 7,9 Prozent

Briefwahl: 11,0 Prozent

Die Linken: Die Linkspartei hat ihre Hochburgen in der Altstadt und in Nikola, wo sie auf jeweils 8,5 Prozent der Zweitstimmen kam. In zwei Stadtteilen blieben die Linken unter der Fünf-Prozent-Hürde, und zwar in Frauenberg (4,3 Prozent) und in der Münchnerau (4,9 Prozent). Auch die Briefwähler, die die Partei nur zu 5,2 Prozent unterstützten, zogen das Gesamtergebnis nach unten.

Die Linken-Ergebnisse in den Stadtteilen:

Altstadt 8,5 Prozent Nikola 8,5 Prozent

West 6,5 Prozent Wolfgang 6,3 Prozent

Industriegebiet 6,4 Prozent Peter und Paul 8,2 Prozent

Schönbrunn 7,6 Prozent Frauenberg 4,3 Prozent

Berg 5,3 Prozent Achdorf 7,6 Prozent

Münchnerau 4,9 Prozent

Briefwahl: 5,2 Prozent

Wahlbeteiligung nach Stadtteilen (ohne Briefwähler am Wahltag):

Altstadt 45,2 Prozent

Nikola 46,3 Prozent

West 50,4 Prozent

Wolfgang 51,9 Prozent

Industriegebiet 46,9 Prozent

Peter und Paul 49,8 Prozent

Schönbrunn 45,0 Prozent

Frauenberg 56,5 Prozent

Berg 48,3 Prozent

Achdorf 48,5 Prozent

Münchnerau 55,1 Prozent

Dazu kommen noch Briefwähler: 12.780

 

Weitere bemerkenswerte Ergebnisse:

- Die CSU ist in 59 der 60 Urnenwahllokale und in allen 15 BriefwahlbezirkenW stärkste Partei

- Im Stimmbezirk 27 – Kita Kastanienburg gewinnt die AfD mit 30,6 Prozent der Zweitstimmen

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