Landshut (15.12.2017) Die Idee kam schon vor der OB-Wahl von der Landshuter Mitte. Eine Grundschule im ehemaligen Ursulinenkloster in der Neustadt in unmitlbarer Nachbarschaft zur Ursulinen-Realschule. Die Erzdiözese München-Freising hat als Eigentümerin des Klosters heute Freitag das Projekt dem Stadtrat in seiner letzten Plenarsitzung 2017 vorgestellt.
Das Vorhaben wurde begrüßt. Freilich wurden auch Bedenken laut, die neue kirchliche Grundschule könnte den benachbarten Schulsprengeln (Nikola sowie Peter & Paul) vor allem besonders wohlhabende und begabte Schüler/innen abziehen. Doch die Diözese verpflichtet sich, aus beiden Schulsprengeln jeweils höchstens zehn Schülerinnen bzw. Schüler aufzunehmen. Zudem müßte die Hälfte davon jeweils einen Migrationshintergrund haben. Die Grundschule soll zweizügig werden. Für einen Zug ist sogar Ganztagsunterricht vorgesehen.
Die Stadt selbst baut in den nächsten Jahren zwei völlig neue Grundschulen für jeweils 16 Millionen Euro, um auf die stark wachsende Zahl von Grundschülern aufgrund der anhaltend strarken Einwohnerzuwächse - seit Jahren ca. 1000 pro Jahr - zu reagieren. Eine Grundschule im Ursulinenkloster kann auch die neue Ursulinen-Turnhalle mitbenutzen. Im ehemaligen Ursulinenkloster bleibt zudem noch Platz für die Einrichtung eines Zweigmuseums vom Domberg in Freising. Das wird von den Stadträten natürlich ebenfalls sehr begrüßt. - Die künftigen Schülerinnen und Schüler der kirchlichen Grundschule können auch auch von auswärtigen Gemeinden kommen. Kirchliche Schulen gelten allgemein als besonders gut geführt und entsprechend von den Eltern begehrt, siehe Seligenhtal oder die Maristen in Furth.
Für die seit 2006 stillgelegte Martinsschule am anderen Ende der Neustadt (gegenüber der Polizei) will die Stadt demnächst eine neue, sinnvolle Verwendung suchen. Zwei Stadträtinnen - Dr. Maria Fick und die ehemalige Stadträtin Kirstin Sauter - haben die Martinsschule z.B. für Studentenwohnungen ins Spiel gebracht. Bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend für die Stadtteile Peter & Paul, Schönbrunn und Frauenberg hat Bauamtsleiter Johannes Doll erklärt, dass die Martinsschule nicht für Ausweichklassen während der Sanierung der Grundschule Peter und Paul benötigt werde. /hs

