Landshut (08.05.2018) Durch die stark gesunkenen Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Strom (PV) erscheint für viele Hausbesitzer eine Investition in eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach weniger reizvoll, als noch vor wenigen Jahren. Doch neben der Einspeisevergütung sind auch die Anlagenpreise gesunken. Wird zusätzlich noch ein Teil des erzeugten Stroms selbst genutzt, können wieder attraktive Renditen erwirtschaftet werden.
Das Landshuter Klimaschutzmanagement hat sich im Rahmen eines Projektes mit der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen für Einfamilienhäuser befasst. „Die Ergebnisse zeigen: Eine Investition in eine PV-Anlage lohnt sich durchaus“, wie die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Stella Haun, sagt. Auch wenn aufgrund der gesunkenen Einspeisevergütung nicht mehr Renditen erzielt werden könnten, wie es noch vor wenigen Jahren der Fall gewesen sei, würde eine PV-Anlage dem Betreiber dennoch nicht zu vernachlässigende Vorteile bringen. Neben dem eigenen aktiven Beitrag zum Klimaschutz bliebe auch der finanzielle Gewinn ein Grund für eine Investition, so Haun. Durch eine teilweise Eigennutzung des erzeugten Stroms könne die Rendite nochmals deutlich gesteigert werden. Je mehr Eigennutzung möglich ist, desto wirtschaftlicher kann die Anlage laut Haun also betrieben werden.
In diesem Zusammenhang wird es immer interessanter, bei der Neuinstallation einer PV-Anlage auch über einen auf die Anlagenleistung und den Stromverbrauch abgestimmten Stromspeicher nachzudenken. Doch auch ohne den Kauf eines Stromspeichers rentiert sich die Investition. Durch die Einspeisevergütung von 12,3 Cent/Kilowattstunde für eine Anlage eines Einfamilienhauses mit einer Leistung von 5 Kilowatt erzielt der Anlagenbetreiber mehr Gewinn, als bei einer herkömmlichen Geldanlage. Daher die klare Empfehlung des Klimaschutzmanagements: Wer ein Dach zur Verfügung hat, sollte sich Angebote für Solaranlagen einholen. Nahezu alle Anbieter erstellen auf Wunsch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Damit haben Hausbesitzer eine gute Entscheidungsgrundlage. In aller Regel wird sich die Investition rentieren und Hausbesitzer können sich über eine eigene regenerative Stromerzeugung freuen. Wer langfristig denkt, kann sich so auch schon mal die Tankstelle für sein Elektrofahrzeug sichern.
Weitere Infos gibt es auch im Rahmen der städtischen Energieberatung bei der Landshuter Energieagentur oder den Stadtwerken sowie beim Landshuter Umweltzentrum und der Verbraucherzentrale Bayern.

