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Verkehr und Lärm beschäftigen die Bewohner des Landshuter Nordens

Fehlender Radwegübergang

Die ÖDP-Stadträtinnen und OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling testen die Überquerung der Straße „Am Banngraben“ an der Altdorfer Straße. Die Politiker halten einen farblich markierten Fußgängerüberweg mit paralleler Radverkehrsführung für dringend notwendig.

Landshut – pm (30.08.2019) Unter dem Motto "Lebenswertes Landshut - Was bewegt Sie in Ihrem Stadtteil?" machen sich die Ökodemokraten übers Jahr verteilt auf den Weg durch ganz Landshut. Der zweite Bürgertreff fand im Landshuter Norden mit den Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda, sowie dem OB-Kandidaten Dr. Stefan Müller-Kroehling statt.

Eingangs ging dr. Stgefan Müller-Kroehling in einem kurzen Überblick auf die politischen Schwerpunkte seiner Kandidatur ein und Stadträtin Elke März-Granda stellte die wichtigsten Erfolge der ÖDP aus den letzten Jahren vor.

Bei der Veranstaltung kamen aus der Bürgerschaft viele Themen zur Diskussion. Wie immer war das Thema Verkehr und Lärm ein Dauerbrenner. Zunehmender Lärm belastet die Bürger immer mehr, wie die vielen Beschwerden aus dem Stadtteiltreff zeigten.

Bewohner monierten die fast täglichen Behinderungen der Rad- und Gehwege durch rücksichtslose Ladevorgänge bei Autohändlern auf der Straße. Dadurch wird häufig der Geh- und Radweg zugeparkt, so dass diese Verkehrsteilnehmer gefährdet und beeinträchtigt werden.

Auf Nachfrage teilten das Straßenverkehrsamt und die Polizei mit, dass ein Zuparken der Geh- und Radwege auf keinen Fall erfolgen darf. Bei einer Wiederholung einer derartigen schwerwiegenden Behinderung sollten die Bürger bei der Polizei anrufen.

„Hilfreich wäre es, wenn im Rahmen der Baugenehmigungsverfahren mehr auf dieses Problem geachtet wird und dementsprechend ausreichend Stellplätze für Lkw auf dem jeweiligen Firmengelände ausgewiesen werden“, meint die ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda.

Anwohner der Straße Am Banngraben stellen seit der Eröffnung der neuen Umgehungsstraße in Altdorf ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen in ihrer Straße fest.

„Der Verkehrslärm und das Verkehrsaufkommen hat in den letzten 3, 4 Jahren enorm zugenommen. Es fahren Schwerlastwägen, obwohl die Straße für Lkw über 3,5 t gesperrt ist. Wir können in den frühen Morgenstunden nicht mehr in den der Straße zugewandten Räumen schlafen“ beschwerte sich ein Anwohner. Dabei wird den Radfahrern, auf dem vorfahrtsberechtigten Radweg „Am Hascherkeller“ stadtein- und auswärts, häufig die Vorfahrt genommen.

Zusätzlich werden die Bewohner der Bayerwaldsiedlung durch zunehmenden Zugverkehrslärm belästig. „Die Güterzüge fahren teilweise im 10-Minutentakt“ beschwerte sich eine Anwohnerin. Laut Eisenbahnbundesamt regeln seit 2015 Lärmaktionspläne die Lärmschutzmaßnahmen. „In diesem Abschnitt ist leider frühestens in fünf Jahren mit Maßnahmen von Seiten der Bahn zu rechnen“, bedauerten die Politikerinnen.

Im letzten Verkehrssenat wurde zwar beschlossen, dass die Verwaltung beauftragt wird, im Zuge der Neuansiedlung der Waldorfschule die Einrichtung einer Querungshilfe im Bereich Hascherkeller/Nordfriedhof und eines Fußgängerüberweges mit paralleler Radverkehrsführung an der Einmündung „Am Banngraben“ zu prüfen. Das ist nach Ansicht der ÖDP-Stadträtin Christine Ackermann aber zu spät und zu unsicher, ob sie auch eingerichtet wird. „Die Gefahr ist jetzt für die Radfahrer und Fußgänger da und muss deswegen auch jetzt beseitigt werden“, kritisiert die Politikerin. Sie will deshalb bei der Verkehrsproblematik „Am Banngraben“ noch weiter aktiv sein, um eine Verbesserung zu erreichen.

Ein anderer Bürger schilderte das Problem der geparkten Autos vor der Bank und dem griechischen Lokal in der Weilerstraße. Aufgrund der im absoluten Halteverbot geparkten Fahrzeuge kann die Aufstellung vor der Ampel der Kreuzung Weilerstraße/Flurstraße nicht richtig erfolgen. Die Vermutung der Bürger, dass über eine Kontaktschleife in der Fahrbahn die Grünphase an der Ampel angefordert werden kann, hat sich als falsch herausgestellt. Ein Sensor an der Ampel erkennt, ob Autofahrer oder Radfahrer vor der Ampel stehen.

Scheinbar hat sich hier noch nichts geändert, obwohl dies bereits auf der letzten Bürgerversammlung der Stadt thematisiert wurde. Das Straßenverkehrsamt wird nun in der nächsten Zeit verstärkt kontrollieren, ob hier unberechtigt Fahrzeuge geparkt werden.

Eine Bewohnerin der nördlichen Wolfgangsiedlung monierte, dass der Umstieg von der Linie 8 in die Linie 2 oder 3 am Hauptbahnhof oft nicht klappt und sie somit eine Wartezeit von 15 Minuten hat. Herr Schie von den Verkehrsbetrieben erklärte der ÖDP-Stadträtin Christine Ackermann, dass eine Auswertung der Fahrzeiten ergeben hat, dass wenn die Linie 8 Verspätung hat, auch die Linie 3 verspätet am Bahnhof ankommt und somit der Umstieg klappen müsste. „Wir bleiben an diesem Thema dran, weil nur ein reibungsloser Umstieg das Busfahren in Landshut attraktiv macht“, meint die Stadträtin.

Auch am Spielplatz im Bayerwaldpark gibt es Probleme. Es sei zu beobachten, dass Jugendliche den Platz abends als Treffpunkt nutzen und dabei die Anwohner durch Lärm gestört werden. Meist wird der Spielplatz verschmutzt und manchmal beschädigt zurückgelassen. Die Politiker rieten den Anwohnern, bei anhaltenden Problemen direkt bei der Polizei anzurufen, damit diese einschreiten könne.

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