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Geschichten der Schuldenkrise von 12. bis 28. April in der Kleinen Rathausgalerie

Seit über 14 Jahren unterstützen die Evangelisch lutherische Auferstehungs-kirche, die katholische Pfarrgemeinde Eugenbach-Münchnerau, der Landshuter Arbeitskreis Partnerschaft mit der Dritten Welt und Pax Christi Landshut die Kampagne „erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung". Die Landshu-ter Mitträger haben es geschafft, die Ausstellung „Geschichten der Schulden-krise" nach Landshut zu holen. In der Ausstellung zeigt erlassjahr.de Ursachen und Folgen staatlicher Schuldenkrise indem die Schuldengeschichte einiger Länder erzählt und auch Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Rund 700 Mitträgerorganisationen unterstützen die Kampagne „erlassjahr.de". Sie alle wollen es nicht hinnehmen, dass untragbar hohe Schulden in vielen Ländern des Südens wichtige Investitionen in Gesundheit, Bildung und Infrastruktur unmöglich machen. Die Schuldenproblematik ist das zentrale Thema der Entwicklungspolitik und damit der Schlüssel um Armut, Krankheit und Hunger in der Welt zu bekämpfen.

In der Ausstellung „Geschichten der Schuldenkrise" werden Ursachen und Folgen von Staatsverschuldungen aufgezeigt. Dabei ist die Ausstellung alles andere als langweilig. Es sind spannende Geschichten wie die Zivilgesellschaft in Bolivien einen Schuldenerlass für eine humane Entwicklung nutzen, warum gerade Länder mit Roh-stoffen oft in der Schuldenfalle landen bis hin zum Londoner Schuldenabkommen, in dem der jungen Bundesrepublik vor 60 Jahren die Schulden erlassen wurden. Gera-de für die aktuelle Situation könnte man aus dem damaligen Abkommen lernen: Die Verhandlungen fanden auf Augenhöhe zwischen Gläubiger und Schuldner statt. Deutschland musste seine Schulden nur aus dem Exportüberschuss finanzieren. Die Gläubiger hatten dadurch einen Anreiz deutsche Waren zu kaufen. Insgesamt gese-hen war das Abkommen ein wichtiger Baustein zum deutschen Wirtschaftswunder der 1950er Jahre.
Durch die faktische Pleite von Staaten in der Eurozone ist das Thema auch hier bei uns in der Öffentlichkeit angekommen und nicht mehr nur ein Problem der sogenann-ten Entwicklungsländer. Die Mechanismen einer Überschuldung sind vergleichbar und deshalb auch die Lösungsansätze für Europa wie für die Länder des Südens ähnlich. Damit greift die Ausstellung gerade für Laien ein brisantes Thema auf, bietet verständliche Erklärungen und zeigt, welche Möglichkeiten der ethischen Geldanlage es gibt.

Unter den Auswirkungen von Schuldenkrisen und den damit verbundenen Spar-zwängen für eine Regierung leiden diejenigen am meisten, die durch Armut und feh-lende soziale Absicherung ohnehin zu den verwundbaren Bevölkerungsgruppen ge-hören. Deswegen ist der Zusammenhang zwischen Schulden und Armut ein wichti-ges Thema der Ausstellung. Ein zentrales Ziel von erlassjahr.de ist die Umsetzung eines fairen und transparenten Schiedsverfahrens, durch das ein Interessenaus-gleich zwischen Gläubigern und Schuldnern erreicht wird, mit dem beide Seiten le-ben können. Dabei soll im Rahmen eines Schuldenabkommens kein Geld verschenkt werden, sondern statt dem Schuldendienst in den jeweiligen Ländern das Geld für Gesundheit, Bildung und Entwicklung eingesetzt werden. Weltweit ist der Umgang mit Staatsverschuldungen daher keine abstrakte politische Frage die hinter ver-schlossenen Türen verhandelt werden kann, sondern ein öffentliches Anliegen das immer die Bevölkerung trifft und daher von öffentlichem Interesse ist, egal ob man auf der Seite der Gläubiger oder der Schuldner steht.

Die Landshuter Mitträger und die Landshuter Gruppe von Amnesty International wünschen sich, dass die Ausstellung einen Beitrag leisten kann, dass möglichst viele sich für das Thema interessieren und sich eine eigene Meinung bilden. Schon lange ist in der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr so intensiv von der Überschuldung von Staaten die Rede gewesen wie im Jahr 2012. Durch die europäische Schuldenkrise hat es das Thema in das öffentliche Bewusstsein geschafft. Die Veranstalter sind sich sicher, die Ausstellung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt ist die Zeit in der Öffentlichkeit über Lösungen zu Staatsverschuldungen zu diskutieren und Impul-se für einen Schuldenerlass für die sogenannten Entwicklungsländer zu erreichen. Solange das Schuldenproblem nicht gelöst ist, wird Entwicklungspolitik und der Kampf gegen Hunger weltweit erfolglos bleiben. Da wollen die Landshuter Mitträger mit der Ausstellung wach rütteln und Lösungsansätze in die Diskussion einbringen. Schließlich können die Geschichten anderer Länder auch aufzeigen, was passiert, wenn Schuldenprobleme nicht sozial verträglich gelöst werden.

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