Landshut - pm (18.12.2019) Wo leben Familien in Deutschland am besten? Diese interessante Frage hat das Prognos-Institut im Auftrag der Sendung „ZDFzeit“ untersucht. Für Landshut fällt auch diese Studie wieder äußerst erfreulich aus: Mit 116,1 Punkten liegt die Stadt nicht nur sehr deutlich über den Durchschnittswerten des Bundes (104,2) und des Landes (106,3), sondern sichert sich mit Rang 22 von 401 untersuchten Landkreisen und kreisfreien Städten einen Platz in der absoluten Spitzengruppe. Bayernweit schneidet von den kreisfreien Städten lediglich Aschaffenburg als 14. noch etwas besser ab.
Ansonsten platzieren sich ausschließlich fünf oberbayerische Landkreise vor der niederbayerischen Bezirkshauptstadt. Millionenstädte wie München (Platz 81), Hamburg (121.) oder Berlin (217.) können dagegen ebenso wenig mithalten wie die ostbayerischen Nachbarstädte Passau (108.), Regensburg (145.) oder Straubing (183.).
Im Rahmen der Studie hat das renommierte Prognos-Institut je fünf Indikatoren aus den Bereichen „Geld und Wohnen“, „Bildung und Soziales“, „Gesundheit und Sicherheit“ sowie „Freizeit und Kultur“ untersucht. Nur in der letztgenannten Kategorie, in der unter anderem die Zahl der Museen, Kinos und Schwimmbäder sowie das gastronomische Angebot jeweils in Relation zur Einwohnerzahl ermittelt wurde, muss sich die Stadt Landshut mit einem durchschnittlichen Ergebnis (Rang 237) begnügen. Bemerkenswerterweise konnten vermeintliche Kultur- und Freizeithochburgen wie Berlin, Stuttgart, Dresden, Hamburg, Frankfurt oder München hier keinerlei Boden gut machen: Alle genannten Metropolen mussten sich auch in diesem Bereich hinter Landshut einreihen.
Ihre Stärken hat die Stadt Landshut unterdessen vor allem in den Kategorien „Bildung und Soziales“ (Platz 34) sowie „Gesundheit und Sicherheit“ (20.): Dort werden mit 36,4 beziehungsweise 31,2 Punkten Werte erreicht, die um mehr als fünf bis knapp sieben Zähler über den bundesweiten Durchschnittszahlen liegen. Traumnoten gab es dabei vor allem für die Kinderarztdichte (Rang zwei in Deutschland) und die Hausarztdichte (21.). Sehr gut schnitt die Stadt außerdem in zwei Unterrubriken des Bereichs „Geld und Wohnen“ ab, und zwar beim verfügbaren Einkommen (23.) und beim Saldo aus Zu- und Wegzügen von Familien, wo man Platz 34 von 401 untersuchten Landkreisen und kreisfreien Städten belegt. Übrigens: Auch in Sachen Breitbandverfügbarkeit können sich die Landshuter offenbar nicht beklagen. Jedenfalls sieht die Prognos-Studie die Stadt in dieser Hinsicht auf Rang 23 und damit zumindest im Deutschland-Vergleich hervorragend im Rennen.
Dieses Einzelergebnis stößt bei Oberbürgermeister Alexander Putz zwar auf ein geteiltes Echo: „Ich finde, dass wir in Sachen Breitbandversorgung auch in Landshut noch großen Verbesserungsbedarf haben – obwohl es in anderen Regionen noch deutlich größere Probleme geben mag“, sagte er. Insgesamt sind die Resultate der neuen Prognos-Studie aber natürlich auch für den Rathauschef ein Grund zur Freude: „Diese eigentlich durch die Bank guten bis sehr guten Bewertungen in den verschiedensten untersuchten Kategorien zeigen erneut, dass gerade junge Familien nahezu optimale Rahmenbedingungen in unserer Stadt vorfinden“, so Putz. „Das dürfen wir durchaus als Bestätigung der Stadtpolitik der vergangenen Jahre und Jahrzehnte verstehen, zu der natürlich meine Amtsvorgänger Josef Deimer und Hans Rampf ebenso wie der Stadtrat ihre unverzichtbaren Beiträge geleistet haben.“
Der OB sieht in der Studie aber auch eine Verpflichtung für die Zukunft: „Das einmal mehr hervorragende Abschneiden in einer bundesweit beachteten Vergleichsuntersuchung wird die Attraktivität unserer Stadt weiter erhöhen – natürlich gerade für Familien. Alle Prognosen sagen ohnehin voraus, dass der starke Einwohnerzuwachs auf absehbare Zeit anhalten wird“, so Putz. „Daher ist es richtiger denn je, bei den Investitionen den Bereichen Bildung, Kinderbetreuung und Wohnen oberste Priorität einzuräumen.“ Das sei in Zeiten knapper werdender Finanzmittel nicht immer einfach und mache mitunter auch unpopuläre Entscheidungen nötig, räumte er ein. „Umso mehr freue ich mich, dass sich dieser verantwortungsvolle Kurs im Haushaltsplan der Stadt Landshut für das Jahr 2020 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2023 widerspiegelt – und dass eine klare Stadtratsmehrheit diesen Weg mitzugehen bereit ist.“ Nun gelte es, die Entscheidungen auch den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln: „Diese neue Prognos-Studie liefert uns dafür beste Argumente.“

