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Fanatec spendet eine halbe Million Masken - OB Putz: „Beeindruckendes Zeichen der Solidarität“

EndorAG Fanatec Maskenspende Corona

500.000 Masken an der Zahl: Von links der Leiter des Katastrophen- und Zivilschutzes, Leonhard Seibold, OB Alexander Putz, der Vorstandsvorsitzende der Endor AG, Thomas Jackermeier, sowie Wirtschaftsförderer Michael Luger. - Foto: Stadt Landshut

Landshut – pm (05.05.2020) Mit 500.000 Mund-Nasen-Masken hat das Landshuter Unternehmen Endor AG mit seiner im internationalen Rennsport weltweit tätigen Marke „Fanatec“ die Stadt Landshut unterstützt. „Ich bin überwältigt“, sagte Oberbürgermeister Alexander Putz beim jüngsten Übergabetermin mit Blick auf die Kartons, die sich Reihe für Reihe bis fast zur Decke türmen.

Über eine halbe Million Euro beträgt aktuell der Wert der darin verpackten Mund-Nasen-Masken. Mit dieser Spende des börsennotierten Unternehmens konnte die Stadt Landshut – als eine von nur wenigen Städten in ganz Deutschland – alle ihre Haushalte mit je zwei Maske versorgen. Für Oberbürgermeister Alexander Putz „ein Segen in dieser schwierigen Zeit“.

Diese Aktion war nur Dank der Verbundenheit des Vorstandsvorsitzenden und Gründers der Endor AG, Thomas Jackermeier, zu seiner Heimatstadt und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und dem Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt möglich.

„Als wirtschaftlich starkes Unternehmen fühlen wir uns verpflichtet, uns noch mehr einzusetzen als es anderen momentan möglich ist. Es ist eine schwierige und noch nie dagewesene Situation, in der gerade jetzt Zusammenhalt gefragter ist denn je“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Endor AG, Thomas Jackermeier, der das Unternehmen 1997 in Landshut gründete. Mit der bekannten Marke „Fanatec“ ist die Endor AG, die unter anderem Lizenzen der Automobilgrößen Porsche, McLaren, Bentley und BMW besitzt, im Bereich Sim-Racing (virtuelle Rennsimulation) weltweiter Marktführer, die High-End Eingabegeräte wie Rennlenkräder, Cockpits und Pedale für Renn- sowie Fahrschulsimulatoren entwickelt und produziert.

Sim-Racing stellt im Motorsport eine anerkannte und wichtige Trainingsmethode dar, da die Fahrphysik realistisch nachgebildet wird. Die innovativen Produkte der Endor AG sind sowohl bei den führenden Spielekonsolenherstellern als auch Global Playern der Automobilindustrie stark gefragt; zu ihren Partnern zählt die Königsklasse wie die Formel 1 und Nascar.

Weiter auf Erfolgskurs: Endor trotzt der Krise

Wie Thomas Jackermeier sagt, habe Endor das Glück, auch einer der wenigen Gewinner dieser Krise zu sein. Das Thema Sim-Racing boomt – große Namen wie Charles Leclerc, Lando Norris, Valentino Rossi, Valtteri Bottas und Co. stehen auf der Tagesordnung. Und die Tendenz, so Jackermeier, sei trotz oder auch wegen der aktuellen Krise steigend. Aktuelles Beispiel ist die Formel 1, die wegen der Corona- Pandemie nicht real, aber dafür im Rahmen der „F1 Esports Virtual Grand Prix Series“ virtuelle Rennen austrägt. Auch BMW hat 2019 seine Aktivitäten im Sim- Racing ausgebaut – Stichwort: „BMW Sim Live“.

Vergangenes Jahr erwirtschaftete die Endor AG, die in Landshut über 80 Mitarbeiter aus 30 verschiedenen Ländern und im Konzern weltweit mehr als 115 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von 39 Millionen Euro. Dem starken Wachstum entsprechend ist das Unternehmen deshalb stets auf der Suche nach engagiertem Personal. Produziert wird hauptsächlich in Asien. Über E-Commerce gehen die Produkte in erster Linie an Endkunden in Europa, USA, Kanada, Australien und Japan.

Ernst der Lage früh erkannt

Die Nähe zu Asien war es auch, die das Landshuter Unternehmen den Ernst der Lage früh erkennen ließ. Alle notwendigen Hygienemaßnahmen wurden umgehend umgesetzt, um das Team am Standort in China zu schützen und allen Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz zu ermöglichen. Aber auch die Lage hier vor Ort, besonders die Maskenknappheit, besorgte Jackermeier und veranlasste ihn dazu, seine Kontakte zu China zu nutzen, um Oberbürgermeister Alexander Putz bei seinem Vorhaben zu unterstützen, alle Bürger mit Masken zu versorgen. Nach einem gemeinsamen Telefonat mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt, Michael Luger, setzte sich Jackermeier umgehend mit seinen Angestellten in China in Verbindung, und bat sie darum, eine halbe Million Masken in Auftrag zu geben.

„Trotz der allgemein bedrückenden Situation war die Freude riesig, als uns Herr Jackermeier in einem gemeinsamen Gespräch seine Hilfe anbot. Eine halbe Million Masken sind kein Pappenstiel, noch dazu in der aktuellen Lage, in der trotz der Umstellung einiger Unternehmen auf Maskenproduktion deutschlandweit nach wie vor Unterversorgung herrscht“, so Luger.

Maskentransport: Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen

Was den Transport anbelangt, der sich gelinde gesagt als schwierig erwies, sagte Luger: „Herr Jackermeier und sein Team haben das Unmögliche möglich gemacht.“ Der Grund: Auf viele Unternehmen, die solche Mund-Nasen-Masken produzieren, hat der Chinesische Staat mittlerweile ein Exportverbot erlassen, sodass der reguläre Versand unmöglich war. Dennoch ist es den Endor-Mitarbeitern gelungen, die 500.000 CE-zertifizierten Masken zu besorgen, zu prüfen und nach Deutschland zu versenden.

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