Zur Zeit der Landshuter Hochzeit 1475 hatte die Stadt wohl erst um die 7.000 Einwohner, als Landshut Universitätsstadt war (1800 bis 1826) waren es auch erst knapp 9 000 Einwohner.
Landshut - hs (06.06.2020) Die seit Mitte März anhaltende Corona-Krise verursacht auch jetzt schon im dritten Monate einen Rückgang der Landshuter Einwohnerzahl um erneut über 100 Personen. Waren es Ende April noch 73.441 Einwohner, so sind es Ende Mai um güt 100 weniger, also 73.320. Nur die ersten zwei Monate ist in diesem Jahr 2020 die Einwohnerzahl gestiegen.
Jetzt also seit drei Monate deutlich über 300 weniger Einwohner bedeutet auch, dass ca. 100 Wohnungen frei geworden sind - aber wo? Zudem ist es seit 1969 bereits so, dass die Zahl der Todesfälle in Landshut die Zahl der Geburten Jahr für Jahr deutlich übersteigt. In vielen Jahren waren dies jeweils 300 udn mehr Sterbefälle als Geburten, 1978 waren es z.B. sogar 353 mehr Sterbefälle als Neugeborene.
Ohne Zuzüge - die meisten Neu-Landshuter kommen aus osteuropäischen EU-Ländern wie Rumänien, Polen und Bulgarien - hätte Landshut nur mehr ca. 50.000 Einwohner oder sogar noch weniger. Die Rumänen sind mittlerweile die mit Abstand größte ausländische Eiwohnergruppe mit knapp 2.000, deutlich vor Polen (knapp 1.200) und den Türken (1.150, seit zehn Jahren praktisch unverändert).
Die Polen haben seit Jahresbeginn in der Inneren Münchner Straße - gegenüber REWE - ein klassisches polnisches Einkaufzentrum mit einem sehr breiten Warensortiment auf über 300 Quadratmetern Verkaufsfläche. Zu den Kunden im Polnischen "Lukullus" gehören längst auch viele Deutsche und natürlich auch viele polnische Bürger aus den umliegenden Landkreisgemeinden.

