
Landshut - hs (15.07.2020) Es ist schon wieder 14 Jahre her, dass die Martinsschule gegenüber der Polizeiinspektion (Neustadt) wegen Schülermangel geschlossen werden musste. 2006 war das, Hans Rampf war erst zwei Jahre als Oberbürgermeister im Amt. Nach langen Debatten und diversen Nutzungsvorschlägen - auch kreative Nutzungsvorschläge für Vereine usw - sollte die Martinsschule verkauft werden. - Foto H. Schnall
Doch der potentielle Käufer trat von der Kauf-Option zurück. Für die Turnhalle der Schule hat jedoch die Lebenshilfe nebenan ein Vorkaufsrecht und konkrete Pläne. - Jetzt wird die Martinsschule neu zum Verkauf ausgeschrieben, wobei auch ein Abriss für den Bau neuer Wohnungen von Seiten der Stadt ermöglicht wird. Kein Zweifel, die Stadt benötigt die nächsten Jahre - Corona läßt grüßen - erhebliche Zusatzeinnahmen auch durch städtischen Imobilien-Verkäufe. So soll ja auch die bisherige in die Jahre gekommene Jugendherberge verkauft werden. Dieses schlichte "Jugendhotel" soll anderswo im Stadtgebiet neu gebaut werden. Auch das ehemalige Gefängnis in der Wittstraße - gehört dem Freistaat Bayern - wurde dafür schon ins Gespräch gebracht.
Verkauft hat die Stadt ja auch bereits jenes Gebäude in der Inneren Müncherstraße 1, wo ehemals die Familie Himmler wohnhaft war. Heinrich Himmler, geboren am 1.10.1900, ging ja fünf Jahre lang in das heutige Hans-Carossa-Gymnasium (Abitur 1918) und machte dann bei der NSDAP eine steile Karriere bis hinauf zum Chef der gesamten Waffen-SS und zu Hilters Stellverteter. Am Ende beging er nach der deutschen Kapitulation am 23. 05.1945 Selbstmord durch Gift. - Das heute hellgelb gestrichene Mehrfamilienhaus mit gut zehn Sozialwohnungen am Münchner Tor war bei Mietern wegen der Nähe zur Altstadt sehr beliebt.

