Hier das neuerbaute Gründerzentrum LINK in der Landshuter Kim-Pauli-Straße
Landshut - hs (30.01.2021) Bei der ersten öffentlichen Sitzung des Finanz- und Wirtschaftausschusses in 2021 am Dienstag, 09. Februar, 16 Uhr, im Bernlochnersaal ist vor allem der neue Wirtschaftsförderungsreferent Michael Luger gefordert. Gleich am Anfang der Sitzung geht es um die Weiterentwicklung der Gründerzentren in der Region Landshut, ein Antrag der Fraktion CSU/LM/JL/BfL.
Hier die komplette Tagesordnung:
Referent: I.V. Dipl.-Kfm. Michael Luger
1 Weiterentwicklung Gründerzentren in der Region Landshut
- Antrag der Fraktion CSU/LM/JL/BfL vom 09.09.2020, - siehe Antrag weiter unten
2 RAL Zertifizierung Mittelstandsfreundliche Kommune
- Antrag des Herrn Norbert Hoffmann (FDP) vom 06.11.2019, Nr. 1041
3 Fördermittel-Scout – Zwischenbilanz
- Antrag der Fraktion CSU/LM/JL/BfL vom 17.11.2020, Nr. 141
4 Bericht Auswertung Social Media-Aktivitäten und -Reichweiten Weihnachtsaktionen
5 Bericht Postfiliale im Landshuter Westen
6 Bericht eigenwirtschaftlicher und geförderter Breitbandausbau
Zum Tagesordnungspunkt 1
Antrag der Fraktion CSU/LM/JL/BfL vom 09.09.2020, Nr. 89
Entwicklung der GRÜNDERZENTREN IN DER REGION Landshut
Vormerkung - Ausgangslage:
Mit Antrag Nr. 89 der Fraktion CSU/LM/JL/BfL wurde die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept für die Weiterentwicklung der Gründerzentren Link und LinkWork zu erarbeiten und dem Stadtrat vorzustellen. Dabei soll sowohl eine Konzeption in der bestehenden Struktur als auch Möglichkeiten, wie die Gründung eines Vereins oder einer GmbH – analog der Struktur in der Region Rosenheim (Stellwerk18), miteinbezogen werden.
Sachverhalt:
Bei der Betrachtung des Gründerzentrums Landshut (Link und LinkWork) muss zwischen zwei Aufgabenfeldern unterschieden werden:
1. Gebäude (Stadt Landshut für Link und LinkWork)
2. Netzwerk (Link e.V.)
Gebäude (LINK und LinkWork)
Das Gebäude Link gehört der Stadt, das Gebäude LinkWork ist im Eigentum der Firma G. Mann und wird von der Stadt angemietet. Der Betrieb des Link wird von Seiten der Stadt durch die Wirtschaftsförderung (Mietangelegenheiten) und dem Amt für Gebäudewirtschaft (Hausmeister, Betriebskosten, Unterhalt) sichergestellt. Der Betrieb des LinkWork wird von Seiten der Stadt durch die Wirtschaftsförderung (Mietangelegenheiten, Betriebskosten, Unterhalt) und der Firma G. Mann (Hausmeister) gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung sichergestellt.
Dabei handelt es sich um insgesamt etwa 25 Mietverhältnisse, die von Seiten der Wirtschaftsförderung betreut werden. Dies verursacht einen immensen Verwaltungsaufwand im Sachgebiet.
Netzwerk (Link e.V.)
Die Netzwerkaktivitäten für die Gründerszene werden durch den Link e.V., einem rechtlich selbstständigen eingetragenen Verein, dessen finanzielle Ausstattung durch Sponsoren (aktuell 50%) und eine Förderung des Freistaats (aktuell 50%) sichergestellt wird. 2022 wird die Förderung auf 25% reduziert und 75% des Budgets muss von Sponsoren aufgebracht werden. Dies bedeutet einen Akquise-Bedarf von Sponsorengeldern in einer Höhe von jährlich etwa 50.000 Euro im laufenden Jahr. Der Vorstand des Vereins setzt sich aus einem Vertreter von Stadt, Landkreis und der Hochschule Landshut zusammen.
1. Der Betrieb des Gebäudes Stellwerk18 erfolgt in Rosenheim in einer GmbH, die zu gleichen Teilen der Stadt und dem Landkreis Rosenheim gehört. Beide Parteien leisten einen jährlichen Zuschuss von je 100.000 Euro zur Finanzierung des laufenden Betriebs des Gebäudes.
2. Die GmbH dient in RO als Konstrukt für den gemeinsamen Betrieb des Gründerzentrums durch Stadt und LK.
3. Die Geschäftsführung der GmbH obliegt dem Wirtschaftsförderung des LRA RO und verfügt über zusätzlich 1,5 MAK (Mitarbeiterkapazitäten) für Zentrumsmanagement und Assistenz.
4. Beide Netzwerke werden durch einen e.V. mit identischer MAK-Ausstattung betrieben.
5. Die Anzahl Sponsoren ist in RO und LA in etwa gleich (RO 14; LA 12), auffällig ist, dass der durchschnittliche Sponsoring-Beitrag per anno in RO höher ist (RO: ca. 10.000 Eur; LA: ca. 8.000 Euro).
6. Besonders hervorzuheben sind folgende Unterschiede bei den Sponsoren:
a. Die städt. WoBau beteiligt sich per anno mit 10.000 Euro
b. Die Stadtwerke RO beteiligen sich per anno mit 10.000 Euro
c. Örtlichen Banken beteiligen sich per anno mit je 20.000 Euro
7. Interessant ist ein wesentlicher Unterschied bei der Governance der beiden e.V.:
a. LA: Vorstand: Stadt, LK, HAW; kein Beirat implementiert
b. RO: Vorstand: Unternehmer; Beirat: 6 Personen aus Unternehmen
Daraus abzuleitende Maßnahmen/Konsequenzen für Landshut:
1. Da das Gründerzentrum Link allein durch die Stadt LA betrieben wird, wird eine GmbH als nicht notwendig erachtet.
2. Wesentlicher Unterschied zu RO ist die personelle Ausstattung. Daher wird angeregt, die Personalausstattung im Bereich Wirtschaftsförderung entsprechend der beantragten Stellen zu erweitern.
3. Bei der Neuakquise von Sponsoren wird versucht, die Sponsoring-Beiträge künftig höher anzusetzen.
4. Es wird im Link e.V. angeregt, hinsichtlich der Governance-Strukturen die Etablierung eines Beirats zu prüfen.
5. Es sollen auch städtische Unternehmen als Sponsoren für den Link e.V. gewonnen werden.
Vorschlag zur Beschlussfassung:
1. Der Stadtrat nimmt den Bericht zur Kenntnis.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechende Personalausstattung für das Gründerzentrum sicherzustellen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Prüfung im Link e.V. hinsichtlich der GovernanceStrukturen zur Etablierung eines Beirats anzuregen.
4. Der Stadtrat begrüßt die Akquise von Sponsoren im Umfeld der stadteigenen Unternehmen.
5. Von der Gründung eines weiteren Vereins oder einer GmbH wird Abstand genommen.
6. Damit gilt der der Antrag Nr. 89 als abgearbeitet und erledigt.

