Auf Antrag der ödp-Stadträtin Elke März-Granda (2. v. r.) und der damaligen Stadträtin Christine Ackermann wurde der Anteil von Recyclingpapier auf 100 Prozent erhöht. Für Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger (r.) eine wertvolle Initiative. Foto: Stadt Landshut
Landshut – pm (03.03.2022) Erfreuliche Nachrichten für die Stadt Landshut: Sie wurde im Rahmen des Papieratlas-Städtewettbewerbs 2021 der „Initiative Pro Recyclingpapier (IPR)“ mit einem zweiten Platz zum „Aufsteiger des Jahres“ gekürt. Der Grund: Innerhalb nur eines Jahres steigerte die Stadt den Anteil von Recyclingpapier mit dem „Blauen Engel“ in der Verwaltung um etwa 30 Prozentpunkte auf nunmehr 100 Prozent.
Eine Auszeichnung, die besonders auch bei ödp-Stadträtin Elke März-Granda und der ehemaligen Stadträtin Christine Ackermann für Freude sorgt: Auf deren Antrag erging 2019 der einstimmige Beschluss im Verwaltungssenat, dass „beim zentralen Einkauf von Papier durch die Stadtverwaltung künftig grundsätzlich nur noch Recyclingpapier mit dem Gütesiegel „Blauer Engel (100 Prozent Recyclingpapier) berücksichtigt wird“. Infolge dessen konnten die Recyclingpapier-Quote im Jahr 2020 und 2021 auf 100 Prozent gesteigert und wesentliche Einspareffekte erzielt werden.
Bei einem Treffen im Rathaus würdigte Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger in Vertretung von OB Alexander Putz die Initiative der Kolleginnen. Sie sei der Beleg dafür, welch große Wirkung man mit vermeintlich kleinen, noch dazu kostengünstigen Maßnahmen erzielen könne. Dem stimmte März-Granda zu:
„Gerade die vielen kleinen Schritte sind es, die den Klimaschutz ausmachen.“
Beim Blick auf die Zahlen werden die jährlichen Einspareffekte deutlich: Durch den Einsatz von Recyclingpapier hat die Stadt Landshut im Vergleich zu Frischfaserpapier
602.208 Liter Wasser eingespart; diese Menge deckt den täglichen Trinkwasserbedarf von knapp 5.000 Personen. 124.019 Kilowattstunden Energie konnten durch die Umstellung eingespart werden, was wiederum einer Energieeinsparung des jährlichen Stromverbrauchs von 35 Drei-Personen- Haushalten entspricht. Außerdem konnten mehr als 3.300 Kilogramm CO2- Emissionen vermieden. Auch zum Erhalt naturnaher Wälder und der biologischen Vielfalt konnte maßgeblich beigetragen werden: Im Vergleich zu Frischfaserpapier wurde der Holzverbrauch durch die Umstellung auf Recyclingpapier von rund 57.000 Kilogramm auf circa 21.200 Kilogramm gesenkt.
„Mit der konsequent nachhaltigen Papierbeschaffung geht die Stadt mit gutem Beispiel voran. Die Umstellung stellt einen weiteren wichtigen Baustein hin zu mehr Klimaschutz dar“, ergänzte Haslinger, der auch Vorsitzender des Umweltsenats ist.
„Es ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, betonte auch Elke März-Granda. Sie dankte der Stadtverwaltung, die die Umstellung auf 100 Prozent Recyclingpapier rasch auf den Weg gebracht habe. „Es freut uns sehr, dass wir damit einen aktiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten“, so März-Granda und Ackermann.
Den Anteil von Recyclingpapier auch in Zukunft konstant zu halten, ist weiterhin das erklärte Ziel, ergänzte der Leiter „Organisation“ der Stadtverwaltung, Thomas Heilmeier. Der nächste Papieratlas werde es zeigen. Denn auch in diesem Jahr, informierte Heilmeier, beteilige sich die Stadt wieder an dem Wettbewerb.
Der Papieratlas wurde 2008 von der IPR ins Leben gerufen, um mittels eines positiven Wettbewerbs die ökologischen Einsparpotenziale von Recyclingpapier in den Städten, Landkreisen und Hochschulen auszuschöpfen. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Hochschulverband.


