Gerd Steinberger, Vorsitzender des Bürgervereins Achdorf, mit den Akteuren des Abends.
Landshut – pm (06.02.2023) Am vergangenen Freitag hat der Bürgerverein Achdorf zu einem traditionellen Abend, einem bayerischen Hoagarten eingeladen. Auf traditionelle Weise beworben, kamen so ca. 60 Gäste aus dem Stadtteil Achdorf und darüber hinaus im Zollhaus zusammen und erfreuten sich an dem umfangreichen Programm mit Musik durch das Duo Feinkost (Rudi Richter, Helmut Bergmeier) und Helga Bernardi auf der Klarinette, Hans Böhm, Gisela Bogner und Roswitha Ruhland.
Mit witzigen Geschichten über ernste Angelegenheiten trugen Christa Halbinger mit Musik auf ihrer Zither, Irene Lang und Hans Böhm mit Sketchen bei.
Der 1. Vorsitzende des Vereins, Gerd Steinberger, begrüßte die Gäste: „Wir haben versucht Ihnen einen Abend fern von Handy und sozialen Medien zu gestalten, wie sie früher in den Wirtshäusern alte Tradition waren.“ In Zeiten ohne Internet, Fernsehen und Radio gesellte sich das gemeine Volk gerne in Bauernstuben oder Wirtshäusern zum gemütlichen Beisammensein zusammen.
Besonders an Festtagen oder Feiertagen, wie z. B. an der Kirchweih mit der Kirtahutschn, war ein Hoargarten selbstverständlich. Manch einer brachte traditionelle Instrumente, wie Akkordeon oder Zither, mit und so wurde bis spät in die Nacht hinein zusammen gesungen, es wurden Geschichten erzählt, man tauschte sich aus, kurzum, man verbrachte einen gemütlichen und geselligen Abend miteinander. Im Zuge der Technisierung und dem Wandel der Gesellschaft geriet dieser so schöne Brauch immer weiter in den Hintergrund, obwohl sich heute sicherlich so manch einer nach dieser Form des fröhlichen und ungezwungenen Zusammenseins sehnt.
Dies konnte man an diesem Abend im Zollhaus auch deutlich spüren. Es wurde mitgesungen, Takt geklatscht, über lustige Geschichten kräftig gelacht, zum Beispiel über den zugereisten Pfarrer, der strikt am Rat des Apothekers festhielt, bei jedem Zittern seiner Hände einen Schnaps zu trinken und so nach 17-mal Zittern auf die Kanzel stieg und zur Belustigung der Kirchgänger*innen seine Sonntagspredigt hielt. Oder wie es im Paradies wirklich zugeht, wonach die Bibel eigentlich umgeschrieben werden müsste, und Sketchen aus dem jungen Eheleben wie sie das Leben schreibt.
„Rundum war es ein gelungener Abend.“, stellte Gerd Steinberger am Ende des Hoagartens fest und bedankte sich bei den Mitwirkenden und Gästen: „Ohne die Akteure wäre dieser Abend nicht durchführbar gewesen und ohne die vielen Gäste, die sichtlich ihre Freude hatten, nicht so schön gewesen. Ich bedanke mich bei allen und verspreche, dass wir solche Abende auch künftig wieder durchführen werden.“


