OB Alexander Putz hatte im wahrsten Sinne alle Hände voll zu tun, Gummibärchen unters Volk zu verteilen. - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (20.02.2023) Landshut kann feiern und Landshut kann Fasching. Den eindrucksvollen Beweis lieferte der große Faschingsumzug am gestrigen Sonntag durch die historische Innenstadt. 44 Wagen, Musik- und Fußgruppen waren mit rund 1.500 Mitwirkenden dabei. Nach drei Jahren Coronapause begleitete auch der Wettergott den Gaudiwurm mit eitlem Sonnenschein.
Nachdem sich die Mitwirkenden des Zugs in der Inneren Münchner Straße von der ehemaligen Metzgerei Axthaler bis zum Alten Knast aufgestellt hatten, signalisierten Böllerschüsse, dass es nun los geht in Richtung Dreifaltigkeitsplatz, durch die Altstadt hindurch, zum Postplatz und weiter zum CCL. Weit über 10.000 Bürgerinnen und Bürger säumten die Straßenzüge in froher Erwartung auf Süßes, das von den Wagen aus in die Menge verteilt wurde.

"Peace": Patricia Steinberger und Lothar Reichwein warben auf dem Wagen der Stadt Landshut für ein bisschen Frieden.
Gespart wurde mit den Leckereien keinesfalls. Schon der erste Wagen der Stadt Landshut unter dem Motto „Ein bisschen Frieden“ verteilte Gummibärchen mit vollen Händen. Allen voran Oberbürgermeister Alexander Putz, verkleidet mit cooler schwarzer Perücke und Nickelbrille, gab sein bestes für Stimmung zu sorgen. Begleitet wurde er vom Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier und den Stadträten Patricia Steinberger, Dr. Thomas Haslinger, Lothar Reichwein und Robert Neuhauser, allesamt in peaciger Kluft gekleidet. Ein Hauch von Woodstock war mit ihnen.
Selbst die Polizei war mit einem Helikopter angereist und zeigte, dass es nicht nur den Ernst aus Paragrafen und Verordnungen gibt, sondern hinter den Uniformen ganz normale und lustige Menschen wie du und ich stecken.

Das "Bündnis Ukraine Hilfe" war mit ihren blau-gelben Fahnen in den Zug involviert und integriert.
Große Aufmerksamkeit erhielt die große Gruppe von Flüchtlingen aus der Ukraine. Fasching und Karneval sind dort in Osteuropa gänzlich unbekannt. Immer wieder stoppen sie zu Tanzeinlagen und werden dabei vom Landshuter Publikum aufs herzlichste empfangen.
Mit dabei war natürlich auch Horst Heppenheimer der mit dem lustigen Faschingsstammtisch Weiß-Blau Landshut zusammen und dem Amt für Wirtschaft, Marketing und Tourismus die Organisation für den Faschingsumzug inne hatte. Nach drei Jahren Pause war es ein eindrucksvolles Bild, was sie auf die Stadt gezaubert hatten, nämlich Stimmung und Fröhlichkeit.

Endlich wieder Fasching: Das Publikum rechts und links des Zuges war kreativ und engagiert dabei.
Mit dabei waren auch etliche riesige Wagen, gezogen von schweren Traktoren verschiedener Faschingsvereine aus dem Landkreis, die teils für mächtigen Radau in Landshuts guter Stube sorgten. Sie wechselten sich ab mit Spielmannszügen, Jonglierern, Blasmusikanten und Piraten.
Auch verschiedene Parteien waren mit dabei. So veralberten die Freien Wähler Klimakleber und die ÖDP den Ministerpräsidenten und seinen Stellvertreter. Die Grünen drehten am Windrad und gaben per Pedes ein Beispiel für die Verkehrswende.

Mit richtig "fetten" Gespannen sorgten Faschingsgruppen aus dem Landkreis für Getöse.
Auch rechts und links des Zuges waren überall kreative Masken und Kostüme zu sehen, die Heiterkeit stand den Besuchern des Faschingszuges ins Gesicht geschrieben. Für genau diese Heiterkeit sorgte auch der Wettergott. War es anfangs noch bedeckt und windig, strahlte schon eine halbe Stunde später die Sonne über der Dreihelmenstadt.
Sehen Sie hier weitere Eindrücke vom Landshuter Faschingsumzug:
Sehen Sie weitere Fotos auf Benni's Pics.


